Titel: Xenoblade Chronicles

Release: 19. August 2011

Genre: Rollenspiel

Spieler: 1

 

 

 

Zum Spiel:

Zum Ende der Wii-Ära werfen die Entwickler doch noch einige Spiele-Perlen raus. Im Falle von Xenoblade gilt dies aber nur für die USA und Europa, denn die Japaner dürfen schon seit Juni 2010 durch die weiten Welten streifen und Monster vermöbeln. Aus unerfindlichen Gründen war eine Veröffentlichung in westlichen Gefilden nicht geplant, doch jetzt dürfen auch wir die wunderschönen und weitläufigen Gegenden erkunden. Ob sich das auch lohnt, verraten wir euch in unserem Test.

 

 

Zum Gameplay:

Das Spiel ist sehr storybasierend, daher kurz die Geschichte angeschnitten:

Am Anfang der Zeit erstreckte sich über die gesamte Welt nur das Meer. In diesem Meer kämpften einst zwei gewaltige, wirklich gewaltige Titanen. Während der eine Titan aus purer Technik und Metall bestand, fiel der andere durch reine Natur und Gestein auf. Dieser Kampf dauerte eine Ewigkeit, bis eines Tages das Leben der beiden Riesen ausgehaucht war und nur noch eine leblose Hülle zurückblieb. Auf diesen beiden Titanen entwickelte sich Leben, doch auch Dieses fand ihre Bestimmung in Technik auf der einen Seite und Natur auf der anderen Seite, daher bekämpften sich auch diese beiden Völker. Im Volk der Natur-Besinnten gibt es ein mächtiges, rotes Schwert. Das Monado. Dieses ist so mächtig und eigensinnig, das nur einer dieses Schwert zu führen vermag, doch auch dieser fand in einer Schlacht seine Grenzen und nun versucht die Hauptfigur in diesem Spiel mehr über dieses Schwert und seine Macht herauszufinden.

Der Spieler selbst übernimmt dabei die Kontrolle über die Figur und seinen Mitstreitern, die sich im Laufe der Geschichte hinzugesellen. Dabei bleibt es am Spieler, sich einen der Helden als Spielfigur und Anführer auszuwählen. Fortan durchquert man die risiegen Welten, die sich auf den beiden verstorbenen Titanen befinden und bekämpft zahlreiche Monster und andere Gegner in einem neuartigen Kampfsystem. Durch Besiegen der Monster und durch absolvieren von Haupt- und Nebenquests erhält man Erfahrungspunkte, Geld und mehr, womit die Helden stärker werden und man sich neue Ausrüstung etc. kaufen kann. Das klassische Rollenspiel-Prinzip halt.

 


  • Die Grafik ist in ihrer Gesamtoptik einfach überwältigend. Gebirge und Landschaften haben tolle Texturen und überall wächst Gras. Nicht selten lohnt es sich einfach die Umgebung anzuschauen
  • Die Gesichtszüge der Charaktere sind schön animiert
  • Trotz der gewaltigen Gegenden bleibt das Geschehen flüssig
  • Die verschiedenen Welten bieten interessante Strukturen die zum Entdecken einladen
  • Änderung der Rüstung und Waffen, machen sich auch optisch am Charakter bemerkbar
  • Vieles im Spiel scheint vom Film AVATAR inspiriert worden zu sein, doch das Spiel erschien (in Japan), bevor der Film in die Kinos kam...

 

  • So toll die Texturen aus der Entfernung auch aussehen, so hässlich sind sie wenn man sie aus der Nähe betrachtet. Trifft zwar nicht auf alle Texturen zu, doch Einige sind wirklich extrem verwaschen
  • Das Auge lässt sich leicht täuschen. Ohne die Lichteffekte und das ganze Gras das überall wächst, sähe das Spiel wohl nicht halb so gut aus. Das fällt insbesondere bei den technisch orientierten Bereichen auf
  • Die Gesichter bzw. die Augen sind leider nur aufgemalt, nicht polygonal
  • Die Charakteranimationen sind (außer in den Filmsequenzen) sehr steif und altbacken

 

 

  • Gott ist das ein geiler Soundtrack. Mit einem Wort: EPISCH!!! Stets passend ob Tag ob Nacht und einprägende Melodien dudeln euch auch nach dem Spielen noch im Kopf herum. Definitiv einer der besten Game-Soundtracks
  • Die Soundeffekte sind ebenfalls sehr passend, sind aber auch nicht besonders hervorzuheben

 

  • Die Sprachausgabe.....diese wurde bei uns nämlich von den Briten umgesetzt und das hört man. Während man in anderen Spielen das coole Ami-Englisch gewohnt ist, schlägt man sich in Xenoblade mit steifem, britischem Akzent rum. Ungewollt gewöhnt man sich aber daran und auf irgendeine seltsame Art und Weise passt es dann wieder, denn diese ungewohnte Sprechweise verbindet man dann mit einer ungewohnten Spielewelt

 

 

  • Mit dem Classic-Controller hat man leichte Kontrolle was die Kamera angeht, da man sie mit dem zweiten Stick leicht justieren kann
  • Die Charaktere lassen sich unverzögert und direkt steuern
  • Die wichtigsten Menüpunkte wie Inventar, Karte etc. lassen sich schnell anwählen
  • Im Kampf setzt man sich mit einer Mischung aus Echtzeit- und Rundenbasierenden Kämpfen auseinander. Wie bei Letzterem wählt man aus verschiedenen Angriffen aus, welche sofort ausgeführt werden. Diese müssen alleridings aufladen und sind dann erst wieder verfügbar. Während des Kampfes kann man sich frei bewegen

 

  • Mit der Wiimote und Nunchuck-Variante gibt es einige Probleme was die Kamera betrifft, denn diese ist von Haus aus nicht optimal

 

 

  • Insgesamt gibt es im Laufe des Spiels sieben Charaktere zu spielen, wenn man will. Drei davon sind aber nur aktiv, während die Anderen sich im Hintergrund halten
  • Zwischen den eigenen Charakteren gibt es ein kleines Harmonie-Netzwerk, welches starken Einfluss drauf hat wie zuverlässig sich die Mitstreiter im Kampf verhalten
  • Ein solches Netzwerk gibt es auch unter all den anderen, nicht spielbaren Charakteren.
  • Das Spiel bietet über 500 Nebenaufgaben, welche euch weitere Items und Erfahrungspunkte bringen. Viele davon benötigen aber gewisse Vorraussetzungen um sie zu bekommen, wie z.B. bestimmte Uhrzeiten oder Spielfortschritt
  • Es gibt haufenweise Rüstungsgegenstände, Waffen, Sammelitems und Monster-Items. Letztere Zwei werden für diverse Nebenaufgaben benötigt
  • Die Sammelitems werden in einem Katalog gelistet, was die Sammelsucht anspornt
  • Da die Welten wirklich groß sind, wurde ein äußerst hilfreiches Teleport-System integriert, mit dem man sich jederzeit von jedem Ort aus an bestimmte Reisepunkte warpen lassen kann
  • Fähigkeits-Kristalle lassen sich in einige Waffen und Rüstungen einfügen um z.B. schneller laufen zu können
  • Ein Achievement-System mit 200 Errungenschaften wurde auch integriert
  • Welten die man zu Anfang des Spiels besucht hat, werden im Laufe des Spiels neue Bereiche freilegen, was den schon bekannten Umgebungen neue Reize verleiht
  • Die Story weiß von Anfang an zu Überzeugen und reizt das Spiel durchzuspielen. Keine lahme Spannungskurve, keine langweiligen und ewigen Konversationen. Zudem reizt die Geschichte durch die ungewöhnliche Idee der Titan-Welten und besonders zum Ende nimmt es unerahnt epische Ausmaße an

 

  • Leider hat der Hauptcharakter nach Erhalt des mächtigen Monado nicht mehr die Möglichkeit noch irgendwo stärkere Schwerter zu finden und das passiert schon am Anfang des Spiels. Allerdings muss man das so akzeptieren, denn immerhin gehört dies zur Geschichte
  • Ungeduldige Spieler werden leiden, denn schon recht früh im Spiel zeigt sich das ausgeprägtes Kämpfen Pflicht ist um im Spiel weiter zu kommen, denn sonst ist man zu schwach um sich wehren zu können. Das zieht sich aber nicht durch das ganze Spiel, denn auch Nebenaufgaben sorgen für guten EP-Erhalt. 

 

 

Wiikend-Fazit:

Ich mag Rollenspiele und ich mag sie nicht. Das Prinzip gefällt mir immer, doch fast alle gespielten Rollenspiele kränkelten an zu wenig interessanter Story oder langweilige Landschaften. Die einzigen beiden Rollenspiele, die ich bisher durchspielte sind GoldenSun und Pokémon Rot. Videos im Vorfeld von Xenoblade weckten schon mein Interesse, was zu 90% aber an den faszinierenden Landschaften lag, die mich ungemein zum Erkunden reizten.

Als ich das Spiel nun aber spielte, wurde ich von toller Story, traumhafter Musik, gigantischem Umfang und zahlreichen Möglichkeiten überwältigt. Erst nach rund 120 Stunden bekam ich das Ende zu sehen und danach darf man mit gleichen Werten in die zweite Runde gehen. Doch im ersten Durchlauf wurde ich storytechnisch so hin un her gerissen wie ich es in noch keinem Spiel hatte. Ich kann dieses Spiel wirklich jedem empfehlen, der mal wieder länger als 5 Stunden an einem Spiel sitzen möchte. Ich verspreche euch, so wunderschöne und riesige Welten habt ihr auf Wii noch nicht gesehen. Ihr werdet euch zwischenzeitlich immerweider mal daran erinnern müssen, das das Spiel auf der Wii läuft.

Für mich ist Xenoblade Chronicles DAS Spiel 2011 und ich bezweifle stark, das sich das noch ändern wird. Nichtmal Zelda - Skyward Sword wird da ran kommen, da bin ich mir sicher und das sage ich als riesiger Zelda-Liebhaber. Also: K-A-U-F-E-N!!!!!!!!!

Releases

 

07.06.2012

Rayman Origins

 

15.06.2012

Heroes of Ruin

 

29.06.2012

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