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Transformers - The Game

Genre Action-Adventure
Spieler 1

 

Jedes Jahr gibt es in den Kinos Blockbuster zusehen. Unter ihnen befinden sich auch immer wieder Comicverfilmungen wie Spiderman, Superman, Fantastic Four oder Shrek. Diese wiederum spülen in den Kinos im Regelfall ordentlich Umsatz in die Kassen, was dann abermals auf das PC- und Konsolenspielefeld ausgedehnt wird. Denn was im Kino schon funktionierte, klappt bestimmt auch in den heimischen vier Zockerwänden. Soweit der Irrglaube, denn nur die wenigstens Filmportierungen glückten.

 

Die Jagd nach dem Heiligen Gral

 

Vor langer Zeit, genauer gesagt 1984 seit unserer Zeitrechnung, tobte auf dem Planeten Cybertron ein Bürgerkrieg zwischen zwei Gruppen einer Autonomen robotischen Lebensform um ein Artefakt der Macht, das der Spezies das Leben geschenkt hatte: der AllSpark.

Diese zwei Gruppen teilten sich in die Autobots, welche für die Seite des Guten eintraten und den AllSpark beschützen wollten und die Decepticons, die den heiligen Gral der Roboter für dunkle Zwecke nutzen wollten. Als der Sieg der dunklen Seite nahe war, schafften es die Autobots doch noch, den AllSpark in die Tiefen des Weltraums zu katapultieren, wo er schließlich auf der Erde landete. Und hier nun, auf unserem Planeten, soll sich der Kampf entscheiden. Soweit die Story zu Film und auch Spiel.

 

Wähle eine Seite

 

Wie immer gibt es beim Kampf Gut gegen Böse die Wahl für eine der beiden Parteien. So natürlich auch beim Endkampf der Roboter. Man wählt zu Beginn des Spiels, ob man lieber mit der Kampagne der Autobots oder der Decepticons beginnen möchten. Die jeweils andere der beiden Kampagnen kann nach erstmaligem Durchspielen logischerweise auch noch einmal gewählt werden. Das war es dann aber leider auch schon an Optionen. Kein Deathmatch der Bots via Internet, keine schnellen Duelle oder sonstigen Extras. Einzig Bonusfilmchen können freigespielt, oder besser „freizerstört" werden. Denn je mehr die Umgebung in Schutt und Asche gelegt wird, desto höher steigt ein Barometer, das bei kompletter Füllung Boni freischaltet.

 

Mit der Roboterwahl wird zugleich auch das Spielziel gewählt: Die Autobots müssen den AllSpark vor den Decepticons beschützen, diese wiederum müssen versuchen ihn mit aller Macht unter ihre Kontrolle zu bringen.


Laufen, Schießen, Laufen, Schießen...

 

Die Missionen bestehen je nach Seite zum größten Teil entweder aus Beschützer- bzw. Zerstöraufträgen oder aus Zeitaufträgen, in denen man im Team von Optimus Prime zum Beispiel vor den Decepticons an einem bestimmten Ort sein muss oder Radarfahrzeuge ausschalten muss, bevor diese aus einem bestimmten Radius entkommen. Die Übergänge von Mission zu Mission werden dabei durch kurze Renderfilmchen überbrückt.
Das ganze findet in einer offenen Welt statt, die zwar nahezu komplett zerstörbar ist, in der es aber keine Nebenquests oder sonstiges zu entdecken gibt. Minimaler Trost könnte sein, dass die Umgebung an die Filmschauplätze angelehnt ist.

 

So läuft (das Wort passt wirklich) es darauf hinaus, dass die Missionen sich aus kämpfen, einem darauf folgenden Lauf - oder einer Fahrt - zum nächsten Missionspunkt, dort erneutem Kampf und bei einem Sieg wieder mit dem Weg zum nächsten Zwischenpunkt zusammensetzen. Die Kämpfe laufen zudem fast immer nach Schema F ab, da die KI sich voll und ganz auf das ihr zugeschriebene Script verlässt, soll heißen, dass nach den ersten zehn Kämpfen auch der letzte raus hat, wie er gegen welche Art von Roboter ans Ziel kommt. Dabei finden die Auseinandersetzungen zwischen den Bots zum größten Teil im Nahkampf statt, da außer den Standardrobotern der unteren Klassen jeder auf einen Schutzschild zurückgreift. Somit dienen die Fernfeuerwaffen fast ausschließlich der Umgebungszerstörung.

Hier sei gesagt, dass die Missionen der Decepticons einiges mehr an Freude bieten, denn wenn schon zerstören, dann richtig: als Fahrzeug, als Skorpion und in der Luft. Auch schade ist, dass zwar eine große Auswahl an Tranformers während der Missionen besteht, diese sich jedoch nahezu alle gleich spielen und nicht auf besondere Fähigkeiten gesetzt wird, es sei denn Sie sind als Fahrzeug unterwegs (wobei die Fähigkeiten alleine schon durch den Unterschied Truck-Helikopter-Auto gegeben ist).


Wii-rkliche Steuerungsinnovation

 

Ohne um den heißen Brei herumzureden: Jein! Natürlich hebt sich die Steuerung gegenüber den Gamepads der Konkurrenz hervor, nur leider halbherzig.
Die Wii-Remote ermöglicht leichtes Zielen, wie es bereits aus Titeln wie Resident Evil oder Far Cry bekannt ist. Doch kommt es Dank der Robotschutzschilde nicht wirklich oft zum Tragen, es sei denn bei einer Verfolgungsjagd als Fahrzeug. Dann wiederum ist die Steuerung so fahrig, dass man sich beim kleinsten Tick zu stark in eine Richtung direkt neben der Straße befindet.


In den Nahkämpfen werden Remote und Nunchuk kräftig geschüttelt und gerüttelt, so dass das Robotkonterfei auf dem Bildschirm wilde Kombos ausführt und die Gegner durch die Gegend wirbelt. Dabei ist allerdings zu bemängeln, dass Zielen und Kameraausrichtung gleichzeitig über die Wii-Fernbedienung gesteuert werden. Geht man das Gefecht nun zu arg an, verzieht sich die Kamera und man bekommt einen Ausschnitt zu sehen, der so viel mit dem Spielgeschehen zu tun hat, wie der Osterhase mit Weihnachten. So ist man während des Kampfes dauernd damit beschäftigt, die Kamera neu auszurichten. Die Steuerung ist dabei das kleinere Übel, doch die Kombination mit Kamera...

 

Fazit

 

Tja, was soll ich sagen? Wieder eine Filmumsetzung, die besser gar nicht erst von der Leinwand in die Konsole geklettert wäre. Auch wenn es noch so verlockend ist einen guten Film auf die Spielewelt zu übertragen, ist es nicht immer ratsam. Besser wäre es schon vorher die Umsetzungsmöglichkeiten zu überdenken. Was bei Transformers - The Game herausgekommen ist, darüber kann man nur den Kopf schütteln: Zwei Kampagnen, Sinn des Spiels - Roboter verdreschen und eine Steuerung, die teilweise das Prädikat „unverschämt" für Wii-Möglichkeiten verdient.


--> by Rafael

+ Autobots und Decepticons spielbar
+ Wii-Steuerung: Zielerfassung
+ Komplett zerstörbare Umgebung

 

- Nur zwei Kampagnen
- Kameraführung
- Zu flache Story
- Wii-Steuerung zu minimalistisch eingebaut

Wiikend-Wertung: 60%

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