| Genre | Action |
| Spieler | 1 |
Die Transformers sind zurück: im Kino und als Videospiel. Der erste Teil wusste im Kino zu überzeugen, das Spiel war mit eher durchschnittlichem Umfang sowie Tiefgan bemessen. Teil zwei sorgte
dieses jahr ebenfalls wieder für ordentlich kurzweilige Actionunterhaltung. Ob es der zweite teil des Videospiels diesmal auch schafft, den Funken überspringen zu lassen, erfahrt ihr bei uns.
Mit der Lizenz zum Abwracken
Haben die Entwickler aus den Erfahrungen von Teil eins gelernt? Diese Frage können wir vorab schon mal mit nein beantworten. Denn sie haben zwar einen anderen Spielstil eingeschlagen, doch ist dieser
genauso lieblos zusammengeklatscht wie es schon bei Teil eins der Fall war.
Diese Mal geht es um die Rache der Roboter - klingt nach ordentlicher Actionkost, was sich auch bewahrheitet.
Zwar dürft ihr im zweiten Teil nicht mehr frei di Stadt erkunden und alles demolieren, was euch in die Quere kommt, doch bedeutet dies nicht, dass weniger Blech geschrottet wird. Ihr kämpft, ballert,
fahrt, springt oder fliegt als Transformer durch die linear gestalteten Levels und sorgt dabei für ordentliche Randale. Dabei verläuft das Spiel teilweise wie ein Railshooter, was der Stimmung keinen
Abbruch tut, auf Dauer allerdings etwas ermüdend wirken kann.
Im Gegensatz zu den Versionen der HD-Konkurrenz bekommt die Wii wieder etwas Eigenes spendiert. Anstatt zwischen einer Autobots- und Decepticons-Kampagne wählen zu können, wird euch vorgeschrieben,
mit welchem Metallhaufen ihr euch auf den Weg macht. Gut daran ist, dass man einzelne Szenen des Films nachspielt, schlecht, dass einem die Freiheit sowie eine eventuelle Vorliebe zu bestimmten
Robotern genommen werden.
Dröger Beat ’em Up-Ablauf
Habt ihr euch also mit der eingeschränkten Freiheit, kann Transformers – Die Rache ganz lustig werden, denn an Gegnermassen fehlt es nicht. Beat ´em Up-Action à la Carte. Hat man allerdings die
ersten Levels, spätestens aber die Hälfte des Spiels erledigt, scheint ein Déja Vu vorzuliegen: gleiche Umgebung, gleicher Spielablauf. Es heißt immer nur kloppen, kloppen, kloppen. Hinzu kommt ein
völlig unausbalancierter Superangriff, der die Gegnerreihen auslöscht wie Insektenspray die Fliegen. Da dieser Angriff zudem quasi jederzeit zur Verfügung steht, herrscht bei Einsatz Langeweile. Wer
also etwas längeren Spaß an einem Level haben möchte, sollte drauf verzichten.
Die Endkämpfe liefern dann allerdings wieder solide Actionkost. Hier wird ein bekanntes Muster genutzt: Angriffen ausweichen, Schwachstelle des Gegners finden und abschließend ausnutzen. Der finale
Stoß erfolgt in Form eines Quick Time-Events, eine nette Abwechslung.
Allerdings zieht sich gegen Ende des Spiels, die Spieldauer wie Kaugummi. Man merkt, dass neben den Gegnermassen auch der Kampf gegen den Oberboss für eine längere Spieldauer sorgen sollte. Leider
kehrt auch hier Eintönigkeit ein, aufgrund der wiederholenden Aktionen.
Fuchtelnde, glänzende Metallgehäuse
Ist die Wii häufig als Fuchtelkonsole verschrien, schafft sie hier einen Spagat, der mit einer Zerrung endet. Während Nachkampf-Attacken mit horizontalem bzw. vertikalem Schwingen für starken oder
schwachen Schlag ausgeführt werden und in Massenschlachten schnell zum bekannten Fuchteln ausufern, funktioniert die Steuerung bei Schusseinlagen besser. Hier liefert die Wiimote eine sehr gute und
präzise Fadenkreuz-Steuerung.
Im Spiel werden beide Kampfvarianten häufig genutzt und sind eher weniger taktisch geprägt. Die Bots gehen – bis auf die Bosskämpfe – lieber in die Vollen und hauen sich in guter alter
Berserkermanier auf die Klappe.
Optisch sieht die blecherne Massenprügelei recht ansprechend aus. Es gibt schön anzusehende Effekte, saubere Texturen und eine gelungene Sprachausgabe. Zwar sind die Umgebung teils etwas dröge
Gestaltet und wiederholen sich, doch ist das auf HD-Konsolen häufig zu beobachtende Ruckeln nicht vorhanden.
Fazit
Transformers – Die Rache macht seine Sache befriedigend, aber eben nicht gut. Zwar haben die Entwickler einen völlig anderen Weg eingeschlagen, als sie es bei Teil eins oder den HD-Versionen getan
haben, doch wirkt auch dieser etwas unausgereift. Künstlich in die Länge gezogene Spieldauer und nach der Hälfte des Spiels monoton anmutender Spielablauf können leider nur teilweise begeistern. In
einem bleibt sich der zweite Transformers-Teil jedoch treu: die Leinwandversion ist wieder besser.
--> by Rafael
+ recht gute Steuerung…
+ Story mit Autobots + Decepticons nachspielen…
+ nette Beat ’em Up-Action
+ solide Technik
- …die trotzdem fuchtelig ist
- … was allerdings auch nicht mehr Tiefgang bietet
- auf Dauer zu monotoner Levelablauf
- Gegnermassen sollen Spielzeit verlängern
Wiikend-Wertung: 63%
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