Tournament of Legends

Genre Prügelspiel
Spieler 1-2

 

Als die Entwickler von The Conduit, High Voltage Software, damals die ersten Tech-Demos ihrer Engine für Wii demonstrierten, bekam man unter anderem auch eine Art Tempel von innen mit einem Pool und einer Säule auf der ein Gladiator-Helm lag zu sehen. Bis dahin war aber nur The Conduit angekündigt und da dies bekanntlicherweise ja ein Sci-Fi-Shooter ist, waren Vermutungen um ein mittelalterliches Spiel nicht weit. So oder ähnlich veröffentlicht HVS jetzt ein Prügelspiel mit Gladiatoren und anderen mystischen Kreaturen. Ursprünglich war dieses Spiel als blutrünstiges Prügelspiel mit MotionPlus-Unterstützung geplant, welches ein neues Kampfgefühl vermitteln sollte. Jetzt ist es aber ein etwas bunteres und harmloseres Spiel geworden, als es eigentlich gedacht war. Ob sich diese Ändeurng gelohnt hat, oder ob sie lieber beim alten Plan hätten bleiben sollen, erfahrt ihr in diesem Test.

 

 

+ Die Charakter-Modelle sehen großartig aus. Sehr viele Details und Effekte

+ Einige Kampfarenen machen ebenfalls einen guten Eindruck

+ Völlig unterschiedliche Kämpfer. Keiner ähnelt dem Anderen.

+ Waffen und magische Fähigkeiten erlegter Gegner stehen für den eigenen Charakter zur Verfügung und bleiben gespeichert. Vor jedem Kampf lassen sich die Fähigkeiten und Waffen erneut wählen.

+ Die Kämpfer lassen sich im Menü in 3D anschauen

+ Classic Controller wird unterstützt

 

- Die meisten Level zeigen grafische Schwächen

- Die Kämpfe gestalten sich recht träge

- Das Rumgefuchtel im Kampf nervt

- Die Präsentation ist künstlich "mächtig", kommt aber schwach rüber

- Null Umfang. Zwei freischaltbare Charaktere und die Waffen für die Kämpfer und das war´s. Außer standart Story-Mode und Versus gibt es keine weiteren Modi

- Das Kampfsystem bietet keine Herrausforderung. Man schlägt via Nunchuck mit der linken Hand, mit der Wiimote führt man horizontale oder vertikale Hiebe aus, mit der Minus-Taste aktiviert man eine magische Kraft wenn eine bestimmte Leiste gefüllt ist und die A-Taste in Verbindung mit einer Richtung des Sticks setzt eine Spezial-Attacke frei, wenn eine andere Leiste gefüllt ist. Das ist bei allen Kämpfern gleich. Man muss sich also mit keinem der Charaktere beschäftigen. Langweilig.

- Das Kämpfer-Design ist etwas zu abgedreht.

 

 

Wiikend-Fazit:

Ich werde das Gefühl nicht los, das die Zeit der Prügelspiele gelaufen ist. Seit Soul Calibur 2 auf dem GameCube habe ich kein vernünftiges Kampfspiel mehr gespielt (Smash Bros. ausgeschlossen). Es sollte sich endlich mal wieder jemand ins Zeug legen. Selbt Mortal Kombat Armageddon war da umfangreicher mit zahlreichen Secrets und Charakter-Editor. Tournament of Legends hat nichts von alle dem. Kein Charakter Editor, keine freischaltbare Extras, träges Gameplay, wenige Kämpfer, zu wenig Modi, keine Online-Funktion. Da kann auch die Möglichkeit neue Waffen und Zauber für die Kämpfer zu erspielen nicht mehr helfen.

Streng genommen kann man das Spiel bestenfalls als Grafik-Demo nutzen, denn in dem Punkt weiß das Spiel wirklich zu überzeugen. Auch wenne s ruhig etwas düsterer wirken könnte, was die Charakter-Details angeht kann man wirklich nicht meckern. Die Umgebungen hingegen sind ein zweischneidiges Schwert. Einige Arenen sehen großartig aus, andere machen einen eher trüben Eindruck.

Ich sage: Wenn ihr euch prügeln wollt, greift lieber zur GameCube-Version von Soul Calibur 2 oder bleibt bei Smash Bros. Brawl, denn obwohl es nicht viel Konkurrenz in dem Genre gibt, bietet Tournament of Legends keine wirkliche Alternative.

Wertung: 69%

Releases

 

07.06.2012

Rayman Origins

 

15.06.2012

Heroes of Ruin

 

29.06.2012

Spirit Camera

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