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Spyborgs

Genre Beat´em Up
Spieler 1-2

 

Heutzutage wird bei den meisten Spielen nur noch Wert auf Grafik, Sound, Präsentation, Blut und sinnvolle, umfangreiche Story gesetzt. Oft wird dabei der eigentlich Spielspaß einfach außen vor gelassen. Es gibt aber noch Spiele, die sind ganz simpel und klassisch gestrickt. Kleine Story, protzige Hauptfiguren, einen Haufen Metall und massig Action. Dazu noch ein ganzes Paket Extras und ´n Co-Op-Modus. Fertig.

Spyborgs ist so ein Spiel. Es richtet sich an alle erfahrene Zocker, die auch schon Spaß an Spielen wie Double Dragon oder Turtles in Time hatten.

Was genau an dem Spiel zu gefallen weiß und was nicht, lest ihr in diesem Test hier.

Der Anfang und Umfang

Hat man das Spiel in den Wii-Schacht eingelegt, wird man trocken von den Entwickler-Logos begrüßt. Natürlich Capcom ganz vorne mit dabei. Bevor man ins Menü gelangt, ertönt schon eine coole, futuristische Musik, die ein wenig an Extreme-G 2 erinnert. Nach dem Anlegen eines Profils erblickt man das recht umfangreiche Hauptmenü. Neben den Optionen, dem Hauptspiel etc. gibt es noch den Punkt "Extras". Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen wird hier mehr geboten als nur ein paar Artworks. Es gibt Tapes zu hören, Cheats die freigeschaltet werden müssen, Videos und auch ein Archievment wurde integriert. Schaut man sich das an, fällt es doch sehr abweschlungsreich aus, im Gegensatz zu z.B. The Conduit. Hier muss man beispielsweise drei Gegner aufeinmal mit einer Explosion erledigen, oder 200 Gegner im später freischaltbaren Arena-Modus auseinander nehmen.

Hier fällt aber schon ein Negativpunkt auf. Die Übersetzung ist wirklich grottig. So heißt es z.B. man solle 10 Gegner ins Wasser klopfen, was vom englischen Begriff "knock out" stammt. Also entweder hat das der Praktikant zu verschulden, oder hier war schlichtweg ein Übersetzungsmodul dran.

Hat man sich hier aber durchgewuselt, beginnt man mit dem Spiel.

 

Das Gameplay

Vor Beginn wählt man einen Schwierigkeitsgrad, welchen man aber jederzeit ändern kann. Dabei bleibt einem aber der Letzte von Fünfen noch verwehrt. Dieser ist aber ohnehin nur für wahre Cracks empfehlenswert, da das Spiel schon auf dem einfachsten Grad in den späteren Levels relativ knackig wird.

Daraufhin wählt ihr einen von drei Charakteren. Die da wären ein muskulöser Kerl, welcher durchschnittlich stark ist und schießen kann, ein bulliger Roboter der mit seiner geballten Power strahlt und ein schlankes Mädel, die zwar nicht ganz so stark ist, dafür aber schnell und gut mit ihrer Katana umgehen kann. Ihr wählt einmal eure Figur und die, welche der CPU steuern soll (oder Spieler 2).

Eine kurze Intro-Sequenz erklärt euch die Situation und schon geht es los. Stets zu zweit lauft ihr durch die Levels und vermöbelt alles, was euch in den Weg stellt. Dabei könnt ihr jederzeit zwischen beiden Kämpfern hin und her schalten. Die ersten Gegner sind natürlich noch keine Herrausforderung, doch es kommen regelmäßig neue Arten hinzu, die immer stärker werden. Die Levels selbst sind angenehm groß und eignen sich auch für ein Spiel zwischendurch. Stellenweise blockiert ein Schutzfeld das Weiterkommen im Level, bis man alle Gegner erledigt hat. Das ist im Grunde schon das Spielprinzip. Aufgepeppelt wird das Ganze jedoch durch vier verschiedene Arten von Punkten, die man aufsammeln kann. Da hätten wir die blauen, welche den Energievorrat wieder auffüllen, grüne Punkte, welche einen für kurze Zeit unverwundbar und besonders stark machen, rote Punkte zählen als Erfahrungspunkte und die gelben füllen eine Leiste, die für den vernichtenden Team-Angriff steht. Führt man einen solchen Angriff aus, attackieren beide Spieler einen Gegner und zerstören ihn sofort, wenn man die vorgebenden Gesten ausführt.

Die wichtigsten Punkte sind aber wohl die roten Erfahrungspunkte. Mit denen kann man jeden Charakter aufmotzen und ihnen neue Fähigkeiten beibringen. Schön ist das man auch ältere Levels jederzeit auswählen kann und mit diesen Charakterwerten spielen kann. Somit lassen sie sich auch verbessern, wenn man vergangende Levels spielt.

Ein weiteres Element ist der Spy-Visor. Im Grunde nur der Pointer der Wiimote, der die ganze Zeit über Bild bewegt werden kann. An vielen Stellen werden dadurch unsichtbare Objekte sichtbar, darunter Schalter und am häufgisten weitere Kisten, in denen sich Punkte verbergen. In fast allen Levels lassen sich auch 1-2 Tapes finden, welche man sich in den Extras anhören kann. Auch diese sind unsichtbar und sehr gut versteckt.

 

Die Steuerung

Diese ist ansich schnell erklärt. Man läuft mit dem Stick, blockt mit "Z", schlägt leicht mit "B", stark mit "C" und springt mit der "A"-Taste. Damit lassen sich noch Kombinationen bauen, um noch kräftiger anzugreifen. Die Charaktere lassen sich sehr direkt steuern und man verliert zu keiner Zeit die Kontrolle. Etwas schwer wird es erst ab einem höheren Schwierigkeitsgrad, da man dann auch öfter blocken muss und sich das recht kompliziert gestalten kann, bei dem hohen Gegneraufkommen.

 

Die Technik

Grafisch mag Spyborgs vielleicht nicht das Allerbeste auf Wii sein, dennoch gehört es schon zu der oberen Klasse. Der optische Eindruck ist sauber und besonders die Hintergründe sehen wirklich toll aus. Die Wassereffekte können sich sehen lassen und man hat stets einen Blick in weite Ferne. An der Sprachausgabe gibt es nichts zu meckern und die Soundeffekte klingen satt aus den Boxen. Regelmäßig zieht sich ein bassunterlegtes, dumpfes Geräusch durch den Raum, wenn man einen Teamangriff oder eine besonders starke Attacke macht. Die Musik ist stets angepasst. Sind keine Gegner da, spielt sie leise im Hintergrund. Kommen jedoch die Horden auf euch zu, ertönt sie wieder laut ins Ohr und das mit rockigen Sounds die die Action stark untermauern.

 

Der Spielspaß

Offensichtlich spaltet Spyborgs die Nationen. So gaben viele Seiten dem Spiel eine schlechte Wertung. Vielleicht zu primitiv. Einige hingegen bewerten es hoch, weil es einfach klassischer Spielspaß ist. So denke ich auch. Man kann nicht ewig nach Spielen wie Turtles in Time schreien und Spyborgs dann schlecht dastehen lassen, denn Spyborgs ist nicht viel anders, nur mit mehr Umfang. Es gibt Zeit-, und Combovorgaben, die man schlagen kann, umfangreiche Archievments und massig Videos, Bilder und Cheats freizuschalten. Dazu die geballte Action und der rockige Sound. Kaum ein anderes Spiel fetzt dermaßen auf Wii. Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der Spaß an Co-Op-Prügeleien und klassischen Scroll-Beat´em Ups hat.

+ Fetzige Action

+ Gute Grafik

+ Rockige Musik

+ Massig Action

+ Cool inszenierte Team-Angriffe

+ Massig Extras

+ Rund 30 große Levels

+ Einfache Action-Kost, ohne unnötige Story

 

- Schwache Übersetzung

- Kein Online-Modus

Wiikend-Wertung: 85%

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