| Genre | Quizgame |
| Spieler | 1-4 |
Wer kennt sie nicht alle, die verschiedenen Quizsendungen im Fernsehen? Angeführt vom Quotenkönig „Wer wird Millionär“ über „Das Quiz“ bis hin zum Quiztaxi - ganz Deutschland ist eben ein
Quizstaat und rätselt gerne. Und was im Fernsehen schon prima funktioniert, auf den einzelnen Konsolen ebenfalls – teils besser, teils schlechter – umgesetzt wurde, hat nun mit Smarty Pants auch auf
der Wii seine Variante. Ob die Luzy abgeht oder doch eher Holz sägen angesagt ist vor Spannung, lesen Sie in unserem Test.
Bunter Mix des Quizgenre
Als einen bunten Mix des Quizgenres kann man Smarty Pants durchaus bezeichnen: da hätten wir die farbig markierten Wissenskategorien, ein Spielrad wie einst beim Glücksrad und Körpereinsatz wie beim
Nilpferd in der Achterbahn. Überhaupt ist alles ziemlich bunt gestaltet, genauso wie es sich für ein ordentliches Quizspiel gehört. Die grafische Darstellung verleitet dabei natürlich nicht zu
euphorischem Jubel, ist aber zweckmäßig und völlig ausreichend. Denn es kommt ja auf den Spaß und die abgedrehten Ideen an.
Voller Einsatz, bitte
Nicht nur optisch auch technisch haben sich die Entwickler aufs Glücksrad geschielt. Per Wiimote-Drehbewegung wird das virtuelle Spielrad aufgezogen und mit dem A-Knopf losgelassen. Daraufhin dreht
es langsam aus und entscheidet über die zu spielende Kategorie. Ist abzusehen, dass einem die Kategorie nicht gefällt, kann man per Rechts- oder Linksruck mit der Wiimote das Rad eine kurze Zeit an
eine andere Stelle „schubsen“. Tauchen die Fragen auf, muss mit dem A-Knopf und einem Aufschwung gebuzzert werden. Also bereits hier wird der Spieler zu Aktionen aufgefordert, aber sonst wäre es wohl
auch etwas fade.
Alleine, zu Zweit…
Wie bereits angesprochen, geht es (teilweise) hoch her (wie beim Nilpferd). Doch zunächst ein kurzes Wort zu den Solisten: hier gibt es die eher dröge WWM-Packung. Denn es zählt einzig die Anzahl
beantworteter Fragen in einer vorgegebenen Zeit. Man kann also quasi sein Köpfchen für den Freunde- oder Familienmodus trainieren und sich mit „anquizzen“.
Möchte man dann doch seinen Hirnschmalz vergleichen, geht es ab in die Freunderunde. Mit zwei bis vier Spielern kann zwischen dem Countdown und dem Einsatzmodus sowie drei verschiedenen Spiellängen
(15, 30, 60 Minuten) gewählt werden. Bei ersterem haben alle Fragen einen festgelegten Punktwert, der nach einigen Sekunden runterzählt. Je nachdem wann die Frage beantwortet wird, bleibt ein
Zahlenwert übrig, der dann dem Punktekonto gutgeschrieben wird. Während der Countdownmodus vor allem auf Schnelligkeit zielt, geht es beim Einsatzmodus…richtig um vollen Einsatz.
Zuerst dürfen die Spieler entscheiden wie viele Punkte eine Frage wert ist. Das ganze in Shooting Gallery-Manier, damit auch jeder die Möglichkeit hat seinen Teil zur Punktevergabe beizutragen. Der
„erschossene“ Wert wir bei richtiger Antwort dem Konto gutgeschrieben, bei falscher von selbigem abgezogen. Man buzzere also mit Bedacht…
Im Gegensatz zum Solomodus können mit Freunden und Familie auch die eigenen Miis genutzt werden, was einen netten Vorteil hat: die Statistik zu jeder Kategorie wird gespeichert und man kann
nachverfolgen, in welchem Gebiet die Stärken und Schwächen liegen.
…oder im Paket
Schön soweit, doch wo ist denn nun bitte das wirklich Besondere in diesem Quiz? Nun, neben einem Gesamt-Fragen-Paket von 20.000 Fragen, unter denen auch ganz neuer Stoff verarbeitet ist, gibt es eine
Reihe von Karten, die beim Drehen erworben werden und in taktisch kluger Situation eingesetzt werden können. Die Kinderspielkarte (erschwert die Frage des Gegners) oder die Wechseldidukarte (ändern
der Fragekategorie) sind nur einige Beispiele.
Die klassischen Minispiele sind ebenfalls vertreten und so kann man mit Tauziehen oder Tanzen Bonuspunkte, -zeit oder andere Extras erhalten.
Was am Familienmodus eine wirklich gute Idee ist, nennt sich Alterseinstufung. Damit wird die Schwierigkeit der Fragen dem vorher bei der Charaktererstellung eingegebenen Alter angepasst, so dass
auch Kinder an der lustigen Raterunde teilnehmen können. Dann nämlich wird auch nicht gegeneinander, sondern miteinander gespielt – eine bestimmte Anzahl von Fragen muss in einem Zeitlimit erraten
werden. Weiß ein Mitglied nicht weiter und die Zeit wird knapp, können die anderen aushelfen, indem sie die Wiimote schütteln, winken, Tanzbewegungen vollziehen oder durch den Raum springen. Während
die Alterseinstufung gut gelungen ist, arten die Hilfeaktionen zu wildem Chaos und Gefuchtel aus und erzielen dabei nur selten die gewünschte Wirkung.
Sound und Sprachausgabe sind in allen Situationen gut gelungen und deutlich. In engen Situationen wird auch die Musik dramatischer, bei einer Abfolge von richtig beantworteten Fragen gibt es Lob vom
Moderator.
Fazit
Mit Smarty Pants hat auch die Wii ihr Quizspiel. Das Erscheinen eines solchen Spiels war nur eine Frage der Zeit, es ging nur um die Umsetzung. Diese ist den Entwicklern ziemlich gut gelungen und
enthält sogar noch innovative Features wie die Alterseinstufung. Dass die Fragen sich manchmal wiederholen oder trotz Alterseingabe etwas schwer erscheinen, kann schonmal passieren, ist jedoch nicht
der Regelfall. Alles in allem sind die 20.000 Fragen in einem bunten Mischung aus bekannten Quizelementen verpackt, die zwei, drei oder vier Spielern einen kurzweiligen, lustigen
Gemeinschafts-Quizabend bietet.
--> by Rafael
+ 20.000 Fragen
+ Alterseinstufung und Familienmodus
+ netter Mix aus bekannten Shows
+ Spezialkarten
- Fade Solovorstellung
- Grafisch etwas schwach
- Hilfebonus etwas chaotisch
Wiikend-Wertung: 72%
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