| Genre | Jump and Run |
| Spieler | 1-4 |
Was ist weiß, hat zwei lange Ohren und rennt völlig verplant, schreiend durch die virtuelle Welt? Richtig, Raymans Hasen. Die bekloppten, kleinen Fellwesen machen erneut die Wii unsicher, diesmal noch waghalsigeren Spielen als im ersten Teil.
Hasenparty oder Soloagent?
Nachdem der erste Teil der Rabbids ein voller Erfolg auf Solo- wie auch Mehrspielerebene war, hatte Teil zwei einiges nachzulegen, um kein blasser Abklatsch zu werden. Aufgrund dessen habe ich mich - nach einem ersten Sololauf - sofort an den Direktvergleich gemacht und die Hasen mit zu einem kleinen Spiele-Abend genommen, um den Mehrspielerspaß zu testen. Vorweg sei gesagt: der Gruppenspaß gewinnt ganz eindeutig und kann mehrer Stunden begeistern, während man sich Solo doch recht verlassen vorkommt. Doch der Reihe nach...
Wohin die Reise führt, die Hasen sind schon da
Das Herz des Spiels ist die so genannte „Reise", die man entweder alleine oder aber zu mehreren (dann zwei bis vier Spieler) antreten kann. Dies sieht dann so aus, dass man von Kontinent zu
Kontinent reist und dort die völlig durchgeknallten Minispiele absolviert.
Dabei haben sich die Entwickler wirklich alle Mühe gegeben und herausgekommen sind so lustige Spiele wie „Telefonieren im Kino", „Patienten in die Betäubung knüppeln" oder „Im Regen tanzen". Dabei
geht es entweder darum möglichst schnell das Telefon wegzulegen, wenn die Aufsicht kommt, da es sonst eins über die Rübe und Punktabzug gibt, mit der Wiimote eine Hammerbewegung wie bei Hau den Lukas
nachzuahmen, um den nervigen Hasen ruhig zu stellen oder Wiimote, Nunchuk und A-Knopf in der richtigen Reihenfolge zu bewegen, um die Vorgabe nachzusteppen.
Womit wir schon bei einer Besonderheit der Minispiele wären, denn diesmal gibt es wieder Musikspiele (wie bereits in Teil eins), nur mehr und eher orientiert an bekannten Titeln wie Boogie oder Guitar Hero. Jeweils das letzte Spiel einer Kontinentalreise ist ein Musikspiel, bei dem es ähnlich wie in bereits genannten Titeln gilt Wiimote und Nunchuk im Takt zu schwingen. Erweiterung dieses Mal ist die freie Wahl des Instrumentes, was natürlich auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bedeutet. Schade nur, dass man ganz und gar damit beschäftigt ist, sich auf die richtige Schwing-Abfolge zu konzentrieren und so das Abspacken der Rockband im Hintergrund gar nicht richtig mitbekommt.
Während die einzelnen Minispiele absolviert werden, können natürlich auch wieder viele schöne Gimmicks freigeschaltet werden. So gibt es eine Menge unterschiedlicher Kostüme für Rayman und die
Hasen, sogar Extra-Hasen-Charaktere und Shooterspiele. Die gewonnenen Verkleidungen können den Hasen und Rayman dann individuell übergestreif werden, so dass die unterschiedlichsten Kombinationen
dabei herauskommen.
Bei den Shooterspielen geht es den Hasen dann wieder per Pömpel an den Kragen.
Nett ist auch, dass die eigene Bestleistung per Wi-Fi mit Spielern aus der ganzen Welt verglichen werden kann.
Alles in allem also eine sehr witzige Mischung, der im Solomodus leider etwas die Luft ausgeht. Denn was dem Titel im Einzelspielermodus einfach fehlt, ist die Story. War diese in Teil eins noch vorhanden und mit Rayman in der Hauptrolle auch ganz gut besetzt, ist der einstige Held in Teil 2 nur noch Mitläufer und „normaler" Protagonist der Minispiele.
Die Hasen unter Kontrolle
Tja und wie spielt sich der Kleinkrieg gegen die weißen Nager? Man muss Ubisoft hier wirklich ein Kompliment machen: die Steuerung wurde im Gegensatz zum ersten Teil stark verbessert und macht nun noch mehr Spaß. Verzögerungen gibt es keine mehr und auch der restliche Einsatz während der Minispiele lässt sich sehen. So muss die Wiimote beim Telefonieren ans Ohr gehalten werden, beim Fahrradrennen quer wie ein Lenker oder beim Knüppeln wie ein Hammer.
Grafisch bleibt nur zu sagen, dass das Spiel einen ordentlichen Eindruck abliefert ohne Fehler oder gröbere Ungenauigkeiten. Genauso gut weiß der Wii-Spieler aber auch, dass die Grafik sich mit der Xbox 360 oder PS3 nicht messen braucht.
Der Sound ist wie schon im ersten Teil sehr gut gelungen und macht Spaß. Nicht nur das Gebrülle der Hasen ist zum weglachen, auch die Klänge während der Musik-Spiele ist sauber und schön anzuhören.
Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Hasen es tatsächlich geschafft haben, noch einmal einen drauf zu setzen. Die Spiele sind noch kreativer und witziger geworden, wurden dabei aber nicht technisch vernachlässigt, sondern ebenfalls verbessert. Der Sound passt hervorragend zu den völlig dösig schreienden Hasen und ihren Aktionen. Einzig der Einzelspielermodus fällt etwas ab, da der Spaß dort nicht wirklich so zum tragen kommt, wie in einer Gruppe. Trotzdem kann ich das Spiel nur allen empfehlen, die den ersten Teil bereits gut fanden und zudem ein anderes Partyspiel ausprobieren möchten als Mario Party.
--> by Rafael
+ Aberwitzige Spiele
+ Klasse Sprüche
+ Toller Sound
+ Als Mehrspieler genial...
+ Online Highscore-Vergleich
- Rayman nur im Titel - sonst Nebendarsteller
- ...solo eher mau
- Keine richtige Story
Wiikend-Wertung: 83%
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