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Overlord - Dark Legend

Genre Strategie
Spieler 1

 

Wem die Pikmin schon immer zu lieb waren, das Spielprinzip aber mochte, wird sicherlich an Overlord - Dark Legend seine wahre Freude haben. Auch hier befehligt man mehrere Wesen, Gegner anzugreifen oder Dinge zu tragen.

Schön ist, daß Dark Legend von Grund auf für Wii entwickelt wurde, obwohl gleichzeitig noch Overlord 2 für PS3 und X-Box360 erscheinen. Das merkt man dem Spiel auch an, denn es passt einfach voll auf die Wii und das sieht man an jeder Ecke.

 

Jeder fängt mal klein an

Der Wii-Ableger spielt zeitlich noch vor den beiden Teilen der HD-Konsolen, entsprechend ist der Held auch noch jung und unerfahren, bekommt hier auch seine Rüstung. Die aneinander gestückelten Welten sind frei begehbar, den Anfang macht jedoch die Burg die sich im Laufe des Spiel immer erweitert. Dort befindet sich das eigene Zimmer, eine Schmiede zur Aufstockung der Rüstung und ein Koch, der einen mit diversen Sidequests versorgt. Auch die Zimmer der beiden Geschwister des Helden finden sich dort, diese wollen sich nämlich nicht um den derzeit noch handzahmen Overlord kümmern und dissen ihn immerzu.

Hat man mal erst seine Rüstung und Axt erhalten, trifft man schon bald auf die ersten Schergen, die eigentliche Waffe des Overlords. Ganz wie in Pikmin lassen sich die Tierchen via Pointer derigieren und Gegner angreifen. Auch in diesem Spiel gibt es unterschiedliche Untergebenen, vier an der Zahl. Jede mit anderen Eigenschaften, die man sich zu nutze machen kann. Die einen können Feuer aufsaugen und schießen, andere hingegen können durch Wasser laufen und erledigte Schergen wiederbeleben. Angreifen können sie aber alle und dafür muss man lediglich mit dem Pointer auf den Gegner zeigen und die B-Taste drücken. Natürlich kann man die Kleinen mit der eigenen Waffe unterstützen, wobei man dort immer seine Energie im Auge behalten sollte.

Wird man mal von einem großen Hindernis aufgehalten, kann man sich einen Schergen schnappen und durch schütteln der Wiimote etwas würgen. Dadurch lädt sich das Viech auf und wird auf z.B. eine Wand losgelassen. Bei aufprall explodiert er und der Weg ist frei. Das sieht sehr witzig aus da die Schergen einfach nur herrlich dämlich dreinschauen. Sie erinnern etwas an Gremlins und sie sind auch gleich blöde. Völlig verspielt und tollpatschig. Setzen sich alles Mögliche auf den Kopf etc. Im Kampf allerdings sind sie sehr zuverlässig.

 

Abgedrehter Stil und traumhafte Grafik

Der eigentliche Stil von Overlord in optischer Hinsicht, ist nicht neu. Im Grunde hat man sowas schon in vielen anderen Spielen gesehen, die sich comicartig präsentierten. Dennoch hebt sich dieser Titel besonders ab denn die Umgebungen sind voll mit Details und ist einfach wunderschön anzusehen. Dichter Flora und gemütliche Wege prägen das Bild. Tolle Lichteffekte gehören zur Tagesordnung, diverse Ruckeleinlagen allerdings auch. Flüssig ist die Grafik sicher nicht, hat aber keine Auswirkung auf das Gameplay. Störend sind auch einige unsichtbare Wände, die nicht hätten sein müssen. Ansonsten kann man technisch aber wirklich nicht meckern. Die Entwickler haben hier einiges aus der Wii rausgeholt. Besonders die Figuren sind unheimliche detailliert und prahlen mit tollen Animationen.

 

Zwar böser aber auch leichter als Pikmin

Im Direktvergleich zu Nintendos Pikmin, zeigt sich Overlord natürlich deutlich böser und düsterer aber auch humorvoller. An schwarzem Humor mangelt es dem Spiel keineswegs. Besonders die selten dämlichen Schergen sorgen immer für Lacher. Auch die Perspektive ist eine andere. Während die kleinen Pflanzentierchen aus der isometrischen Perpektive gesteuert werden, sieht man in Overlord alles aus der 3rd-Person-Perspektive. Dadurch ist man dem Geschehen näher. Wirkliche Herrausforderungen findet man in Overlord allerdings nicht. Sicher stirbt man auch ab und zu, meist aber dadurch das man sich selbst in die Kämpfe einmischt. Lässt man immer seine Schergen kämpfen, hat man leichtes Spiel. In Pikmin kann man zwar 100 Wesen mit sich schleppen, in Overlord deutlich weniger, aber es stehen immer ausreichend Schergen in der Nähe bereit. Schnell hat man weit über 300 Helfer in Bereitschaft. Auch sterben die Schergen nicht so schnell wie die Pikmin. Dadurch ist Overlord natürlich nicht ganz so strategisch wie Pikmin, gleitet schon fast mehr in Action ab.

Noch dazu kann meine Sklaven auch mit Zaubersprüchen unterstützen. Wirklich schwer wird das Spiel nie, allerdings fehlen auch ein bisschen die Highlights darin. Zwar findet man diese in Pikmin auch nicht aber meist bleibt Overlord doch so auf einer Linie. Spielspaß hat man dennoch genug auch weil man wirklich viele Objekte in der Umgebung zerstören kann, um mehr Gold oder Energie zu bekommen.

 

Fazit: Böse ist gut

Wie schon erwähnt. Freunde der Pikmin werden auch mit Overlord zufrieden sein. Zumindest wenn man sich mit dem Settig anfreunden kann. Insgesamt kann man den Titel nur wärmstens empfehlen, sei es wegen des schwarzen Humors, der phantasievollen und wunderschönen Optik oder der eingängigen Steuerung. Das Spiel macht Spaß und gestaltet sich etwas flexibler und intuitiver als Pikmin.

+ Einfaches Spielprinzip

+ Abgedrehte Chraraktere

+ Urkomische Schergen

+ Eingängige Steuerung

+ Traumhafte Grafik

 

- Ruckelt oft

- Wenige Highlights

- Wenig Strategie-Teile durch massig Schergen

Wiikend-Wertung: 85%

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