| Genre | Ego-Adventure |
| Spieler | 1 |
Wenn es einen große Serie von Nintendo gibt, die sich gleich zu Mario und Zelda gesinnen kann, dann wohl die Metroid-Reihe. Schon seit NES-Zeiten macht die Heldin Samus Aran die Nintendo-Konsolen unsicher, lediglich das N64 übersprang sie. Auf dem GameCube schaffte das Weltraum-Abenteuer mit Metroid Prime den Sprung in die dritte Dimension und das, ohne die unvergleichliche Atmosphäre der alten Teile zu missen. Dieser Titel läutete den Anfang einer Trilogie ein, welche jetzt auf der Wii abgeschlossen wird. Metroid Prime 3 – Corruption wurde von Grund auf für Wii entwickelt und zeigt die Stärken der Konsole im technischen Bereich als auch bei der Steuerung!
Das erste mal in Samus Schiff
Nachdem ihr eure Einstellungen in dem für Metroid typisch beeindruckendem Menü vorgenommen habt und das Spiel startet, bekommt ihr auch schon etwas zu
sehen, was zuvor nie der Fall war: Das Innere von Samus Raumschiff. Undzwar in der neuen Version, denn auch Samus muss mit der Zeit gehen und hat sich ein neues Schiff angeschafft, zudem das Alte ja
schon durch etliche Blessuren ganz schon mitgenommen war.
Schon im Schiff könnt ihr ein wenig mit den Tasten und Schaltern herumspielen und die ein oder andere Funktion des Schiffes auslösen. Euer Ziel ist es aber an eine Flotte anzudocken und euch zusammen mit anderen Kopfgeldjägern zu einer Besprechung zu treffen. Hier trifft man das erste mal auf Menschen, bzw. gleich eine ganze Besatzung, die euch mehr oder weniger sinnvolle Kommentare um die Ohren hauen. Wie man es von einem richtigen Metroid-Spiel schon erwarten konnte, wird die Flotte von den Space-Pirates angegriffen und ihr müsst euch zurück zu eurem Schiff begeben um auf verschiedenen Planeten euren Beitrag im Kampf gegen diese Aliens zu leisten. Daher werdet ihr Samus Schiff des Öfteren von innen sehen, müsst ihr doch immer zwischen den Planeten hin und her reisen, um sie zu erforschen. Entgegen des bisherigen Metroid-Tradition, verliert die Weltraum-Amazone diesmal nicht ihre ganze Ausrüstung zu Beginn des Spiels, sondern dürfte Morph-Ball und Doppelsprung schön behalten.
Spüre die dunkle Seite der Macht
Wer Metroid Prime 1 & 2 gespielt hat, erinnert sich an Dark Samus und das Phazon, der hochverstrahlten Substanz, welche enormen Schaden anrichten kann.
Ziemlich zu Anfang von MP3 begegnen eure Kopfgeldjäger-Freunde und Samus der dunklen Variante von Samus Aran. Durch einen intensiven Angriff ihrerseits, sind alle Kontrahenten stark Phazon verseucht,
auch Samus selbst. Zum ersten mal ist die Power-Blondine wirklich geschwächt und bricht zusammen. Einen Monat später wacht ihr in einem Versuchs-Labor wieder auf und die Ärzte und Wissenschaftler
fanden heraus das Samus Körper eigenes Phazon produziert, ohne zu schaden. Mit einem neuen, speziellen Anzug haben sie es geschafft die Kraft der Flüssigkeit zu konzentrieren und in den Waffenarm zu
leiten um einen gewaltigen Schuss abzufeuern. Von dort an habt ihr jederzeit die Möglichkeit in den Hyper-Modus zu wechseln um die Power dieser dunklen Substanz zu entfesseln, allerdings kostet euch
das satte 100 Energie-Punkte. An vielen Stellen im Spiel ist das jedoch unumgänglich.
Entdecken, finden, erweitern
Im Laufe eures Abenteuers werdet ihr typische Erweiterungen eures Anzugen erhalten, welche euch wieder zu neuen Bereichen bringen. So könnt ihr mit dem
Grapple-Beam diesmal nicht nur wie Tarzan schwingen, sondern auch z.B. Schilder von Gegnern fassen und abreißen. Statt des Eis-Beams, gibt es diesmal Eis-Raketen, was leider zu einer
Munitionsbegrenzung führt. Natürlich findet ihr versteckt auf den Planeten auch wieder Energie-Tanks und Raketen-Erweiterungen.
Aber auch Dinge, die keinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben, lassen sich freispielen. So bekommt ihr für diverse Erfolge im Spiel immer wieder mal sogenannte Credits, die sich im Menü gegen Dinge wie Konzeptzeichnungen, Musikstücke eintauschen lassen. Als witziges Gimmick gibt es hier einen Mii-Wackelkopf für euer Raumschiff oder sogar Aufkleber von diversen Spielständen eurer Wii. Um an all die schönen Sachen heran zu kommen, müsst ihr aber viele Gegner erledigen und alles abscannen, was euch vor die Linse kommt. Alles in Allem benötigt man ca. 20 Stunden für das Weltraum-Abenteuer und in der Zeit wird man wirklich bestens unterhalten und versinkt in eine glaubhaft außerirdische Welt.
Technisch in jedem Punkt top
Grafisch kann man von Metroid Prime 3 wirklich einiges erwarten. Zwar unterscheidet sich die Grafik den beiden Vorgängern gegenüber nur im Detail, jedoch
ist das Gesamtbild einfach atemberaubend. Zum einen sind die Welten und Schiffe wirklich einzigartig designt und bringen die Kulisse wirklich überzeugend rüber. Alles wirkt fremd und ungemütlich.
Kein anderes Spiel fängt die unheimliche Atmosphäre unbekannter Welten so gut ein, wie Metroid. Jede Location ist gespickt mit wichtigen und unwichtigen Details, Pflanzen, kleine Tiere, Statuen
vergangener Völker, die eine Geschichte erzählen. Es fällt einem leicht sich in diese Welt hineinzuversetzen und einzutauchen. Bekräftigt wird das durch den absolut fehlerfreien Spiel-Ablauf. Keine
Clipping-Fehler, unsichtbare Wände oder Sonstiges deuten auf ein Videospiel hin. Zu keinem Zeitpunkt wird man aus dem Geschehen gezogen, was unter anderem auch daran liegt, das keinerlei Ladezeiten
auftreten, weil der nächste Raum schon vor betreten im Hintergrund geladen wird. Ein Prinzip, welches sich auch schon in MP 1 & 2 bewährt hat.
Auch der Sound kann überzeugen. Er ist überaus passend gewählt worden und unterstreicht in vielen Punkten die Weltraum-Atmosphäre. Der Soundtrack steht dem im nichts nach. Der Situation entsprechend versprüht er die richtige Stimmung ohne dabei aufdringlich zu werden. Klasse.
Auch in der Steuerung zeigt sich der Titel beispielhaft. Jeder Ego-Shooter sollte sich das als Vorbild nehmen. Man kann zwar Gegner fest anvisieren, kann aber dennoch durch den Pointer auf einen anderen Gegner schießen. Das System gestaltet sich in dem Punkt äußerst flexibel. Auch die Gestiken von Wiimote und Nunchuck fügen sich nahtlos in die Umgebung und ins Geschehen ein und ergänzen das Gameplay sinnvoll.
Somit setzt Metroid Prime 3 – Corruption die Messlatte sehr hoch, in technischer alsauch spielerischer Hinsicht.
Fazit: Ein absolutes Must Have
Die Metroid Spiele mögen ein wenig speziell sein, da sie keine reinrassigen Ego-Shooter sind und das Setting ungewöhnlich ist, doch weiß der Kenner das sie
wahre Perlen in der Spielewelt sind, welche man auf gar keinen Fall verpassen sollte. Negativpunkte müsste man hier schon mit der Lupe suchen. So könnte man ankreiden das man manchmal doch die ein
oder andere Ladezeit mitbekommt, was sich dadurch bemerkbar macht, das das Öffnen der Tür sich etwas verzögert. Doch das ist nicht schlimm, da man sich ja immer noch frei bewegen kann und nicht in
einer Ladesequenz gefangen ist. Manche sehen es auch nicht gerne, das bereits besiegte Gegner bei wiederholtem Besuch des Raumes zu späterem Zeitpunkt, wieder auftauchen. Sie empfinden das zu
OldSchool. Wir finden jedoch das das genau richtig ist, denn in Metroid muss man viele Orte öfter besuchen, weiter erforschen, und wie langweilig wäre es denn, nur durch leere Räume zu laufen, die
man bereits kennt? Da bringen die Gegner doch Abwechslung und Herausforderung ins Spiel.
Wir sagen, Metroid Prime 3 – Corruption ist ein absoluter Pflichttitel für Wii und keiner sollte sich dieses fantastische Abenteuer entgehen lassen! Und wer es richtig krachen lassen will, schafft sich noch die ersten beiden Teile ran um die ganze Story zu erleben. Entweder die ursprünglichen GameCube-Varianten oder in der NewPlayControl-Version für Wii.
+ Einzigartige Atmosphäre
+ Detailreiche Grafik
+ Packender Soundtrack
+ Verwinkelte Levels
+ Verschiedene Planeten
+ Abwechslungsreiche Umgebungen
+ Knackige Bosskämpfe
+ Optimale Wii-Steuerung
+ Keine spürbaren Ladezeiten
- ???
Wiikend-Wertung: 96%
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