Release: 03.09.2010

Genre: Action-Adventure

Spieler: 1

Spiel: Nachfolger des Wii-Spiels Metroid Prime 3 - Curruption

Plattform: Wii-Exklusiv

 

 

 

Zum Spiel:

Neben Zelda gehört die Metroid-Reihe zu den erwachsensten Spielen von Nintendo und sie blickt schon auf eine lange und erfolgreiche Videospiel-Karriere zurück. Der wohl bekannteste Teil ist Super Metroid, welches 1994 für das Super Nintendo erschien. 2003 katapultierten die Retro-Studios die Serie in die dritte Dimension und das noch viel beeindruckender als man das erwartet hätte. Von den Retro-Studios bekamen wir gleich drei Teile spendiert und diese wurden dann später in der Metroid Prime Trilogy allesamt für Wii veröffentlicht.

Ein so tollen Job der mit der Prime-Reihe abgelegt wurde, konnte man ansich nicht toppen. Zahlreiche Elemente aus der 2D-Generation fanden den Weg ins 3D und die Atmosphäre war ebenso fesselnd wie schon auf dem Super Nintendo. Jetzt kommt aber Team Ninja daher und kümmert sich um Metroid in Zusammenarbeit mit Nintendo. Das Gute: Sie versuchen garnicht erst den Prime-Titeln Konkurrenz zu machen, sondern stellen das Spiel in einem ganz anderen Licht dar. Neue (alte) Perspektive, mehr Action und vor Allem: Deutlich mehr Story.

Ob Metroid: Other M das hält was versprochen wurde, lest ihr in unserem Test.

 

 

 

Zum Gameplay:

In Metroid: Other M spielt man eine junge Frau in einem speziellen Kampfanzug, welcher standartmäßig mit einer Laserwaffe ausgerüstet ist. Man läuft aus der Außenperspektive durch verlassene Gebiete, schießt Aliens und Monster ab und erforscht die Umgebung nach versteckten Bereichen und Erweiterungen für den Anzug. Es tauchen Zwischen- und Endbosse auf die entsprechend mehr Schüsse vertragen. Die Kamera zeigt das Geschehen oft aus der Seitenperspektive wie schon zu SNES-Zeiten, schwenkt aber auch ständig mal herum und wenn man mit der Wiimote auf den Screen zeigt, schaltet das Bild in die Ego-Sicht (in der Regel spielt man mit quergehaltender Wiimote). Gegner werden dabei automatisch anvisiert. Other M erzählt die Geschichte von Samus Aran und wie sie zu ihrem Schicksal kam, jetzt eine Kopfgeldjägerin zu sein.

 

 

 

 

- Die Grafik ist sehr scharf und detailliert


- Das Spiel kommt nie ins stocken


- Keine Ladezeiten


- Man muss nicht mehr extra auf Türen schießen um sie zu öffnen


- Die Story-Sequenzen sind mehr als beeindruckend


- Die Synchro ist sehr gut gelungen


- Das Umschalten in die Ego-Sicht geht schnell und bequem, besser als befürchtet


- Die Action wird durch die Kamera und Effekte klasse eingefangen


- Keine Munitions-Sorgen mehr. Raketen können jederzeit manuell wieder aufgefüllt werden, in dem man die Wiimote senkrecht hält und die A-Taste festhält


- Mit der selben Methode kann man seine Energie wieder heilen, wenn man kurz vor´m Sterben ist


- Die Umgebungen sind einfallsreich und überraschen den Spieler. Viele Verstecke und Wege.


- Musikalisch werden hier filmreife Soundtracks geboten


- Die Aliens sind hier teils noch abstrakter als man es kennt


- Die Nahkampfangriffe machen Spaß und sind toll inszeniert


- Die Geschichte wird toll erzählt und zeigt Metroid in einem ganz neuen Licht


- Versteckte Extras werden auf der Karte markiert, sind dennoch oft nicht leicht ausfindig zu machen oder man kommt noch nicht dran weil einem die Ausrüstung fehlt


- Die Checkpoints sind sehr fair gesetzt. Man muss also nicht mehr immer am Save-Point beginnen, wenn man stirbt


- Deutlich weniger Backtracking als in den vergangenen Teilen


- Angenehmer Schwierigkeitsgrad. Ist zwar schwer aber nicht unschaffbar.


- Die Energie-Regeneration hilft zwar, ist aber so gemacht das es nicht zu leicht wird, denn man muss erstmal in die Gelegenheit kommen und selbst dann wird die Energie nicht vollständig aufgefüllt. Eine erstklassige Lösung


- Nach den Credits gibt es noch eine Überraschung


- Bildergalerie und Videosequenzen freischaltbar  

 

 

- Es ist ungewöhnlich mit dem Steuerkreuz ein 3D-Spiel zu steuern, das nimmt die Präzision eines Sticks


- Nur ganz wenige Objekte lassen sich noch scannen und bieten nur spärlichste Informationen, im Gegensatz zu der Prime-Reihe


- Es gibt Szenen in denen man gezwungen ist langsam zu gehen. Mag für die Atmosphäre in Ordnung gehen, doch bei einem zweiten Spiel-Durchlauf nervt es garantiert


- Neue Waffenfunktionen die freigeschaltet werden, bekommt man einfach so zwischendurch. Eine Fähigkeit wie Ice-Beam freut einen da garnicht so richtig, weil man es sich nicht verdient hat

 


- Die Gegner hinterlassen keine Raketen und Energie mehr, daran muss man sich gewöhnen

 

- Verschiedene Schüsse wie Ice- und Wave-Beam werden direkt zusammengesetzt, man wechselt also nicht mehr zwischen dem einen oder anderen Beam 

 

 

Wiikend-Fazit:

*WOW* SO habt ihr Metroid noch nie erlebt. Massig Sequenzen, eine herzzeireißende Story, viel Action, ein geiles Kampfsystem und Samus Aran hautnah. So viel hat man noch nie von unserer sexy Kopfgeldjägerin erfahren. Noch nie wurde die Geschichte rund um Samus so exakt und liebevoll erzählt. Das Kampfsystem ist klasse, die Upgrades sind spürbar und die versteckten Extras sind noch besser versteckt als je zuvor. Mir hat der Titel enorm viel Spaß gemacht und ich kann dies nur jedem weiterempfehlen. Team Ninja hat hier ganz Arbeit geleistet, technisch alsauch von der Präsentation her. Wir haben es hier mit einem völlig neuartigen Metroid zu tun, welches dennoch eine ganze Menge aus alten Teilen mitnimmt. Eine wundervolle Mischung.

Und Durchspielen lohnt sich, denn nach den Credits gibt es noch eine Überraschung, die besonders für Fans interssant ist. Prinzipiell ist es sinnvoll, wenn man Super Metroid kennt und noch besser auch durchgespielt hat.

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07.06.2012

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