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Ju-On: The Grudge

Genre  Horror
Spieler 1

 

In der Regel finden Spiele zu Filmen recht wenig Anklang, da meist nur die Lizenz ausgenutzt wird. Ju-On: The Grudge stützt sich auf die Filme von The Grudge - Der Fluch. Erste Screenshots zum Spiel ließen Großes hoffen, denn die Grafik konnte sich sehen lassen und schon beim Anblick der Bilder lief einen ein Schauer über den Rücken.

Nun ist das Spiel erschienen und ob es das auch drauf hat uns zu schocken, will ich euch mit diesem Test sagen.

Bekannte Bilder zur Begrüßung

Wenn das Spiel startet, bekommt man gleich vertraute Szenen zu Gesicht. Diese stammen nämlich aus dem Haus aus dem Film. Der schmale Flur, das Treppengeländer bei dem man jederzeit glaubt das kleine, bleiche Kind zu erblicken.

Schnell kommt man im Menü an und das überrascht wenig. Einmal Optionen, Story und Mutprobe, welche sich nicht wirklich groß von der Story unterscheidet. Also beginnen wir diese auch. Doch halt. Man soll hier sein Geschlecht auswählen. Ok....das gäbe Sinn, wenn man auch eine entsprechende Figur spielen würde. Dem ist aber nicht so. Naja.....nicht schlimm. Doch was ist das? Sternzeichen? Hier muss man sein Tierkreiszeichen anklicken, doch wofür das gut ist, bleibt offen. Ich vermute das sich dadurch die Erscheinungen im Spiel geringfügig ändern. Wo wir schon dabei sind:

 

Das Gameplay....gruselig und......lang....sam....

Wer die Screenshots kennt oder einfach auf die Packung schaut, erkennt schnell das es sich hier um ein Spiel aus der Ego-Perspektive handelt. Instinktiv steckt man schon die Nunchuck an die Wiimote und ist man erst im Spiel, gibt´s schon die nächste Überraschung: Die Nunchuck wird nicht unterstützt, man steuert seine Figur aussschließlich mit der Wiimote. Klingt komisch? Ist auch so. Man läuft mit der B-Taste vorwärts und mit der Steuerkreuz-Unten-Taste rückwärts, wobei "laufen" hier ganz klar das falsche Wort ist, denn noch nie habe ich mich ein einem Spiel SO langsam bewegt, wie in Ju-On! Die Spielfigur schleicht nur, bestenfalls ein spazieren. Eine Taste zum Beschleunigen gibt es nicht. Man kriecht nur so durch die Levels aber dadurch fällt nicht auf, wie klein diese eigentlich sind.

Jedes Level findet im Stockdunkeln statt. Anscheinend steht keiner auf Lichtschalter. Damit man aber trotzdem etwas sehen kann, trägt man eine Taschenlampe mit sich, welche mit dem Pointer kontrolliert wird. Doch kann man nicht ewig leuchten, denn die Batterie leert sich mit der Zeit. Ist diese ausgesaugt, kann man sich schonmal darauf einstellen das Level neu zu beginnen. Eine leere Taschenlampe sorgt nämlich dafür das man sofort vom kleinen Mächen mit der ächzenden Stimme getötet wird. Damit euch das nicht zu schnell passiert, sind an diversen Stellen neue Batterien zu finden, welche eure Galgenfrist verlängern.  Allerdings kann es schon frustieren wenn die Spielfigur so langsam läuft und es ewig dauert bis man Batterien oder Schlüssel zu weiteren Räumen gefunden hat.

 

Angst? Zurecht!

Genau genommen hätte Ju-On nicht den geringsten Existenzgrund, wenn da nicht die gruseligen und schockierenden Momente wären. Diese sind nämlich äußerst gut gelungen. Besonders da man nur die Dinge im Schein der Taschenlampe genau erkennen kann. Hier und da läuft eines der beiden verfluchten Kinder durch den Raum und sind danach einfach verschwunden. Im nächsten Moment greift beim Öffnen einer Tür plötzlich eine blutige Hand nach dem Spieler. Manchmal fallen Objekte irgendwo runter, man sieht Menschen, wo garkeine sind und und und. Definitiv gut gelungen! In einigen Situationen wird man auch angegriffen und man muss einige vorgegebene Gesten ausführen. Sollte man sich vertun, stribt man.

Etwas deprimierend ist vielleicht, das man im Grunde sowieso stirbt....nach jedem Level. Immer spielt man eine andere Figur, welche in angsteinflößende Momente verwickelt wird. Noch deprimierender sind aber die auf das Level folgende Bewertungsschema. Das Spiel analysiert den Angstfaktor des Spielers und zeigt neben einer Leiste auch noch einen Spruch, den man dafür reingedrückt bekommt. Doch hier kann man nie positiv davonkommen. Entweder wird man als totalen Angsthasen abgestempelt oder es wird einem vorgeworfen das es völlig langweilig sei, wenn jemand dem Spieler beim zocken zusehen würde, weil er sich garnicht erschreckt. Sogar Seelenlosigkeit wird einem unter die Nase gerieben.

 

Gruseln oder Geld sparen?

Eine klare Kaufempfehlung kann ich für dieses Spiel nicht aussprechen, denn dafür ist es einfach zu lahm und glänzt nicht gerade mit einem hohen Wiederspielwert. Sicher sollte man es mal gespielt haben, um sich mal richtig fürchten zu können, doch keiner wird es wohl wirklich behalten. Dabei ist das Grundkonzept garnicht schlecht. Gute Technik, tolle Schockmomente, gruselige Stimmung und tolle Atmosphäre. Allerdings macht die unheimlich langsame Spielgeschwindigkeit und die seltsame Steuerung dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

+ Gute Lichteffekte

+ Super Schockmomente

+ Echt gruselige "Hauptdarsteller"

+ Macht Angst

 

- Das langsamste Spiel der Welt

- Gewöhnungsbedürftige Steuerung (sehr Casual)

- Wenig Dauermotivation

- Miese Inszenierung (keine Sprachausgabe, keine Sequenzen)

- Blöde Bewertungen an den Spieler

Wiikend-Wertung: 72%

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