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Endless Ocean

Genre Simulation
Spieler 1-2 (online)

 

Die Insel Manaurai. Hier beginnt das größte Abenteuer deines Lebens. Du bist ein Profitaucher, der beste, den es derzeit gibt. Deswegen hat dich die Professorin auch um deine Hilfe gebeten. Sie ist schon lange hinter der "Weißen Mutter" her, einem großen weißen Wal, der angeblich nur ein Mythos sein soll. Aber mit der Hilfe eines Tauchprofis bleibt kein Geheimnis unter der Wasseroberfläche.

 

Kopfüber ins Vergnügen

"Endless Ocean" bietet perfektes Edutainment. Während sich die anderen noch aufregen über Killerspiele und Ego Shooter, setzt dieses Spiel einen komplett neuen Maßstab. Anschauen und, vor allem, anfassen ist hier gefragt. Eine riesige Unterwasserwelt will erforscht und gestreichelt werden. Dabei ist es egal ob Fisch, ob Krake, ob Vogel oder ob Eisbär, das manauraische Meer hat so manchen Bewohner zu bieten. Dabei unterscheidet sich die Auswahl und Anzahl je nach (ingame) Uhrzeit. Nachts kommen die Jäger aus ihre Höhlen, tagsüber tummeln sich die Nemos, Doris und Flippers in den Riffen. Die Story an sich ist in ca. 10 Stunden durchgespielt, was nicht heißt, dass das Game dann vorbei ist. Unzählige Seebewohner können angeschaut, fotografiert, gestreichelt, gefüttert und andersweitig bespaßt werden. Der ein oder andere schließt sich einem auch als Partner an, so dass man z.B. zusammen mit einem Orca auf Tauchstation gehen kann. Wer nicht immer mit einer KI abtauchen möchte, der kann auch via Internet mit einem Freund tief Luft holen.

 

Gepaddelt wird mit die Füße!

Die Steuerung ist sehr einfach. Mit dem B-Knopf wird gepaddelt, der Pointer richtet den Weg aus. Für ganz faule kann mit dem Minus-Knopf sogar ein Auto-Paddeln eingestellt werden. Wer die Wiimote mit Schwung nach links oder rechts bzw. oben oder unten schwingt, vollführt eine sehr stylische Tauchrolle. Die Fische untersucht man mit dem A-Knopf, welcher die Kamera auf dem anvisierten Fisch fixiert. Nun kann man streicheln, Fotos machen, füttern, mit der Unterwasserpfeife Musik machen oder mit fluoreszierenden Unterwasserstiften lustige Sachen ins Wasser malen. Je mehr man sich mit den Bewohnern beschäftigt, desto mehr Informationen erhält man über die, real existierenden, Lebewesen.

 

Das Gameplay ist schön anspruchsvoll. Wer die Hauptstory verfolgt wird neben dem Fischebeobachten die komplette Unterwasserwelt erkunden. Verschollene Ruinen, geheime Höhlen, vergessene Lagunen - alles kann gefunden und erforscht werden. Wem schnell langweilig wird kann auch eine Tauchführung organisieren. Dabei bekommt man einen Partner zugeteilt, der in einem bestimmten Gebiet einen bestimmten Fisch sehen will. Findet man diesen und zeigt ihm noch mehr Meeresbewohner, so bekommt man ein hohes Ranking und die Chance auf mehr Aufträge. Auch die Fotokamera findet ihren Nutzen. So kann man für ein rennomiertes Tauchermagazin Fotos von Fischen schießen und es somit sogar bis auf's Titelblatt schaffen. Durch erfolgreiche Tauchführungen und Fotoaktionen erhält man neue Outfits und Frisuren für sich selber. Oder aber man geht auf Reliktsuche und sammelt alles, was der Mensch seit Anbeginn der Zeit im Meer vergessen hat. Über Schmuck, zu alten Steintafeln, bis hin zu modernen Musikkassetten ist alles dabei.

 

Oh schau mal, ein Fisch ...

Die Unterwasserwelt ist sehr schön und detailiert dargestellt. Sämtliche Algen, Korallen und andere Pflanzen sprießen in den schönsten Farben und alles, was sich bewegen kann, bewegt sich auch. Besonders gelungen ist die Tiefsee und die Effekte, wenn man einem Wal zum ersten Mal begegnet, welcher dann ganz plötzlich aus den dunklen Tiefen des Meeres herannaht und einem das Herz vor Staunen stehenbleibt. Nicht ganz so schön ist die Tatsache, dass man durch nahezu jeden Fisch hindurch schwimmen kann. Kommt man während eines Tauchgansg einem großen oder kleinen Lebewesen zu nahe, gleitet man einfach durch ihn hindurch.

 

Auch musikalisch ist "Endless Ocean" ein Leckerbissen. Die ganzen Lieder werden gesungen von der neuseeländischen Haley Westenra, darunter gibt es bekannte Songs wie "Amazing Graze" oder "The water is wide", aber auch neuseeländische Stücke wie "Pokarekare Ana". (unten zu hören) Wem das nicht reicht, der kann auch per SD-Karte seine eigene Musik einspielen, man kann jedoch immer nur ein Lied pro Tauchgang hören, d.h. entweder man hört fast 30 Minuten lang das selbe Lied, oder aber man lauscht den beruhigenden Klängen des Ozeans.

 

Fazit

"Endless Ocean" überzeugt Wiineulinge vom ersten Moment an. Kein Schießen, kein Springen, keine schweren Rätsel, sondern einfach hinsetzen und abschalten. Das Konzept dieses Games ist voll aufgegangen und wir freuen uns auf "Endless Ocean 2", welches hoffentlich demnächst released wird. Gut Luft!

 

--> by Jens

+++ lange Spieldauer

+++ interessante Story

+++ gute Kombination von Spielen und Lernen

+++ Top-Grafik

 

--- nicht abwechslungsreich, die Tauchgänge sind im Allgemeinen sehr gleich

--- teils billige Animationen

--- Objekte sehr schwierig versteckt

--- keine eigene Playlist

Wiikend-Wertung: 89%

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