Nintendo. Klar und direkt!

Disaster - Day of Crisis

Genre Action
Spieler 1

 

Schon vor Erscheinen der Wii wurde dieser Titel mit imposanten Videos vorgestellt und ließ das Spielerherz höher schlagen, da dies ein Nintendo-Spiel mit ernster Handlung sein sollte und die Hoffnungen eines actionreichen Titels nach oben schraubte. Das Spiel ließ lange auf sich warten, es wurden Bilder gezeigt, die wenig überzeugten doch schlussendlich kam es in den Handel und hier kannst du lesen, ob es denn nun doch der erhoffte Knaller geworden ist.

The day after tomorrow

Ganz falsch ist diese Überschrift tatsächlich nicht, denn auch hier geht es um reißende Stürme, Wassermassen, Erdbeben und Feuerwände. Man spielt einen jungen Man aus einer Rettungseinheit, der bei einer Rettugsmission auf einem Berg seinen besten Freund verlor.

Gleich zu Anfang hat man mit einem Erdbeben zu kämpfen und als wenn das nicht genug wäre muss man sich noch gegen menschliche Gegner behaupten und Opfer retten. Warum man auch gegen Menschen kämpfen muss, sei hier nicht verraten aber sie sorgen für viele Schießeinlagen im Spiel.

Im Laufe der sehr linear aufgebauten Levels setzen immerwieder gescriptete Ereignisse ein wie z.B. einstürzende Häuser. Um Überlebende zu finden, kann man nach ihnen rufen und es wird sofort die Richtung des Opfers gezeigt. Hat man jemanden gefunden, muss man ihm helfen in dem man die Person z.B. an einen sicheren Ort trägt, oder durch erste Hilfe Maßnahmen am Leben hält. In den Situationen wird die Wiimote und Nunchack immer sinnvoll genutzt und wirkt nicht zu aufgesetzt.

 

Gamplay top, Technik flop

Die Levels gestalten sich recht abwechslungsreich und machen Spaß. Bis auf diverse nervige Schusswechsel ist viel zu tun. Sei es sich im Wald zurecht zu finden, gegen Bären zu kämpfen, mit dem Auto zu fliehen, Vulkangestein auszuweichen oder durch reißende Flüsse zu tauchen. Action und Spannung wird geboten und diese käm auch noch richtig toll rüber, wäre da nicht diese schwache Technik. Grafisch geht der Titel zwar noch in Ordnung, jedoch kann die Wii mehr und das hätten wir auch so erwartet. Viel schlimmer hingegen ist der Sound. Das Getapse des Helden nervt und hört sich an wie aus alten PlayStation-Tagen. Wenn man nach Überlebenden ruft, klingt es so als würde man nur mit jemandem reden. Besser wäre es gewesen wenn der gute Mann richtig schreien oder rufen würde. Das würde für gute Atmosphäre sorgen. So kommt es nur nach einem billigen Spiel rüber.

Einen starken Kontrast gibt es bei der Atmosphäre. Mal ist sie so gähnend langweilig und im nächsten Moment brennt einem der Nerv. Und auch hier liegt der Negativ-Punkt beim Sound. So sitzt man bspw. in einem kleinen Park mit verschiedenen Opfern fest. Die Hecken brennen, die ganze Stadt brennt, riesige Flammen lodern gen Himmel, ein gewaltiger Feuersturm bildet sich im Park, die Leute haben Angst, man steht kurz vorm Tod.......und es kommt nichts davon rüber. Optsich ist alles da aber man hört weder verängstigte Menschen, noch hört man wie das Feuer die Stadt verschlingt. Es kommt so rüber, als würde man gemütlich im Garten sitzen. Hier wurde viel Potential verschenkt und es hät anders sein können. Denn bei der Flucht mit dem Auto vor einem Tsunami, da rast einem das Herz bis zum Hals. Man fährt Vollgas über eine Brücke, sieht nicht was auf einen zu kommt, weil die Kamera zeigt, was hinter dem Auto geschieht. Die Welle kommt immer näher, reißt die Brücke Stück für Stück auseinander, es kommen einem stehende Autos in den Weg *BUFF*, gerammt! Zu langsam, direkt wieder Vollgas. Jetzt reißt der Tsunami einem schon die Brücke unter den Rädern weg, man springt schon von Stück zu Stück, das Festland nicht mehr weit weg, die Riesenwelle verschlingt die Brückenteile auf denen man sich noch grad befindet, noch wenige Meter, die Welle schon an der Heckscheibe.........geschafft...auf sicherer Straße!

Solche Moment bleiben einem in Erinnerung und so hätte das ganze Spiel aussehen sollen. Tatsächlich ist es wirklich zu 80% der Sound, der dem Spiel den Hitstempel vermasselt, denn es gibt auch genug freizuspielen. So kann man seine Attribute und Waffen verbessern bzw. aufrüsten.

 

Gut, aber nicht zu gut

Schlussendlich muss man leider sagen, das hier wirklich mehr drin gewesen wäre. Die Technik macht hier viel kaputt. Zwar muss Grafik und Sound nicht bei jedem Spiel immer top sein, doch bei Disaster wären das genau die Punkte gewesen, die erheblich mehr Atmosphäre reingebracht hätten. Dennoch ist es ein tolles Spiel und wenn man günstig ran kommt, sollte man auch rein schauen, denn Spaß macht es auf jeden Fall.

 

--> by Sascha

+ teils klasse Atmosphäre

+ viele tolle Ideen

+ guter Einsatz der Controller

+ abwechslungsreich

+ Waffen lassen sich aufrüsten, Charakter verbessern

+ oft schönes Leveldesign


- durchwachsene Grafik

- oft miese Atmosphäre

- schwacher Sound

Wiikend-Wertung: 83%

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