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Deadly Creatures

Genre Action-Adventure
Spieler 1

 

Die Wüste Arizonas. Die Sonne brennt gnadenlos auf den heißen Sand, keine Wolke am Himmel. Die Vegetation hier ist nicht unbedingt vielfältig, und auch die Fauna hält sich in Grenzen. Dachtet ihr. Denn in der sengenden Hitze treffen sich zwei ungleiche Gegner - die Tarantel und der Skorpion. Beide gut angepasst an das Leben in der Hölle, kreuzen sich ihre Wege und ein harter Kampf beginnt. Der Kampf um's Überleben.

 

"Deadly Creatures" ist das unkonventionellste Game des Jahres 2008. Ihr spielt immer einen der beiden "Helden", kapitelweise unterteilt. Jeder von ihnen hat besondere Fähigkeite, um in der Wüste zu überleben. Beispielsweise kann die Tarantel an Decken und Wänden laufen und Netze verschießen, der Skorpion, ganz wie es die Natur vorgesehen hat, kann mit seinem Stachel zustechen und sich vergraben.

 

Tarantula vs. Skorpiola

Das Spielprinzip ist ganz einfach - finde deinen Widersacher und bringe ihn zur Strecke. Wer sich denkt "Das ist alles?" wird eines Besseren belehrt. Denn um die ganze Verfolgungsgeschichte strickt sich die Story des Spieles, die man jedoch nur als Beobachter mitverfolgt: zwei Männer auf der Suche einem Schatz, der eine bringt den anderen um und reißt alles allein an sich. Die Story bekommt man jedoch, wie gesagt, nur nebenbei mit und in jedem Kapitel sieht man diverse Videosequenzen zweimal - einmal aus der Sicht der Spinne, einmal aus der des Skorpions, was jedes Mal auch einen anderen Blickpunkt zeigt.

 

Das große Krabbeln

Die Tarantel und der Skorpion unterscheiden sich sehr in der Art der Steuerung. Die Spinne ist schneller und beweglicher, ihre Angriffe sind nicht so stark wie die des Skorpions, was sie jedoch durch Sprünge und "Assassinen-Angriffe" ausgleicht. So visiert man beispielsweise einen Gegner an, drückt einen Knopf und schon springt die Tarantel in einer sehr coolen Szene auf diesen Gegner und tötet ihn. Außerdem kann sie sich per Spinnenfaden, ganz wie Spiderman, an Spinnennetze befördern und in jegliche Richtung krabbeln.

Der Skorpion ist aggresiver und defensiver. Er kann seine Scheren zur Verteidigung schützend vor den Kopf halten und verheerende Rammangriffe ausführen. Er kann sich auch in den Untergrund einbuddeln und dort still und leise auf sein Opfer warten, welches er überraschend angreift, sollte es zu nahe kommen, und er kann sich mit Hilfe seiner Scheren durch tiefes Gebüsch schneiden. Außerdem kann der Skorpion bei jedem Gegner einen sehr coolen Finishing-Move einsetzen, sollte dieser schwach genug sein. Ausgelöst durch den C-Knopf muss man eine Reihe von Bewegungen mit der Wiimote ausführen, um somit den Gegner endgültig zu töten.

Am Anfang können die beiden Krabbler noch nicht so viele Aktionen ausführen, aber durch das Sammeln von Erfahrungspunkten (Gegner töten, Maden sammeln, Aufgaben erfüllen) werden diese im Laufe des Geschehens automatisch freigeschaltet.

 

Die Wüste lebt

Gegner gibt es reichlich und vielfältig. Käfer, Echsen, diverse Insekten, Spinnen, Schlangen und am Ende auch den Menschen. Normalerweise tauchen sie zu zweit oder dritt auf, es gibt aber richtig große Gruppen, die als Zwischenbosse fungieren. Die Schwierigkeit variiert, je nachdem, ob man "easy", "normal" oder "deadly" gewählt hat. Sollte man mit einem Boss einmal nicht klar kommen, kann man den Speicherstand erneut laden und dabei eine niedrigere Schwierigkeitsstufe anwählen, oder, für Herausforderungen, eine höhere.

 

Glimmender Sand, zirpende Grillen

Grafisch ist "Deadly Creatures" ein echter Augenschmaus. Die Wüste und ihre Bewohner sind atemberaubend in Szene gesetzt und teilweise sehr detailiert dargestellt. Die Umgebung in der Ferne flimmert durch die Hitze, die Schuppen der Eidechsen glitzen metallisch in der Sonne, lediglich das Feuer sieht ein klein wenig billig aus, was aber nur ein winziges Manko ist. Der Sound kommt auch nicht zu kurz, die beiden Hauptdarsteller der Story werden im Original von Dennis Hopper und Billy Bob Thornton synchronisiert, außerdem fauchen, quieken und brllen die verschiedenen Lebewesen recht realitätsnah. Ein dezenter Soundtrack unterstreicht die sandige Wüstenstimmung und angemessene Kampfmusiken die Bosskämpfe.

 

Fazit

Alles in allem ist "Deadly Creatures" wohl DER Geheimtipp des Jahres 2008, da die Proganda für diesen Titel nicht grade großtügig ausgefallen ist. Für alteingesessene Zocker wird es wohl zu einfach sein, für Arachnophobiker wird es schnell zum Albtraum. Man sollte "Deadly Creatures" dennoch einmal gespielt haben, immerhin spielt man nicht jeden Tag eine tödliche Tarantel. Oder einen Skorpion. Außerdem verpasst man sonst den gefährlichsten Endboss, den die Spielewelt jemals gesehen hat - den Menschen.

 

--> by Jens

+ einzigartige Helden

+ tolle Spielidee

+ packende Story

+ coole Moves

+ super Grafiken

+ Konzeptgalerie freischaltbar

 

- außer der Galerie keine freischaltbaren Goodies

- geringer Widerspielwert

- teils nervige Kameraperspektiven

Wiikend-Wertung: 92%

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