Zum Spiel:
Dieses Jahr scheinen viele Franchises ihr Comeback zu erleben und auch der beliebteste Gorilla überhaupt gehört mit dazu. War er früher noch ein Feind von Mario, findet er spätestens seit Donkey Kong Country auf dem Super Nintendo viele Fans. Doch seit Donkey Kong Country 3 1996 hat sich nicht mehr viel getan, zumindest nichts was der Rede wert wäre. Vielleicht noch das ganz passablen Donkey Kong 64, gab es neben diversen Gastauftritten in z.B. Super Smash Bros., bekam der gute Affe nur Musikspiele wie Donkey Konga, ein mit den gleichen Bongo-Controllern spielbares Donkey Kong Jungle Beat sowie ein richtig schlechtes Donkey Kong Jet Race spendiert. Kaum einer hatte noch Hoffnung in unserem haarigen Freund, doch jetzt kommen die Retro-Studios (Metroid Prime Trilogy) her und wollen dem Affen neuen Glanz verleihen, mit einem neuen Teil der Country-Reihe. Nicht zum ersten Mal dieses Jahr heißt es wieder: Back to the Roots.
Zum Gameplay:
Das Gesamtbild ähnelt sich stark New Super Mario Bros.! Es gibt eine Weltkarte auf der die einzelnen Level verteilt sich. Auf dieser Karte gibt es ab und an auch mal Verzweigungen, die zu einem neuen Level führen, schlussendlich aber wieder auf dem gleichen Weg landen. In jedem Level sind eine unterschiedliche Anzahl an Puzzleteilen zu finden, sowie die Buchstaben K-O-N-G. 100%-Freaks werden natürlich auf der Jagd nach allen Objekten sein. Zusätzlich gibt es noch Münzen, die man für diverse Dinge in Cranky´s Shop ausgeben kann, und natürlich unzählige Bananen, die die gleiche Funktion haben wie Marios Münzen: Sammelt 100 Stück und ihr bekommt ein Leben. So hüpft man mit Donkey und Diddy durch unterschiedlichste Welten und macht die Gegner platt. Am Ende jeder Welt wartet ein Endboss auf die Affenbande. Im Gegensatz zu früher kann man diesmal aber nicht zwischen beiden Affen wechseln, sonder steuert nur Donkey Kong (Nur im Zweispieler-Modus spielt jeder einen Affen). Ist Diddy dabei, klammert er sich an DK´s Rücken und fungiert als Sprunghilfe mittels seines Raketenrucksacks und als zusätzliche zwei Energie-Herzen. Richtig gehört, denn diesmal stirbt man nicht nach einem Treffer, sondern jeder Affe hat zwei Herzen, wovon natürlich eines abgeht, wenn man von einem Gegner getroffen wird. Allerdings lassen sich auch frische Herzen in den Level finden.
- Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen. Alles wirkt hell und detailliert. Ganz besonders die Level im Abendrot haben einfach Stil und sehen klasse aus
- Es wurden zahlreiche alte Musikstücke neu aufgenommen, doch der Wiedererkennungswert ist sehr hoch. Klingt einfach super und macht Stimmung
- Die Secrets in den Levels sind wirklich gut versteckt. Oftmals muss man erst an eine Wand herangehen oder springen, damit sie ihren plötzlich auftauchenden Inhalt preisgibt
- Viele klassische Elemente finden wieder ihren Weg ins Spiel. So kann man sich wieder mittels Fässern durch die Levels katapultieren
- Die Puzzleteile und K-O-N-G-Buchstaben sorgen dafür, das man jedes Level sicherlich mindestens zwei mal Spielen wird
- In den Levels passiert immer was. Mal tobt ein Wal im Hintergrund, mal stürzen ganze Ruinen zusammen, es ist immer was los
- Die Effekte und Musik AUßER die Neuauflagen sind schrecklich übertrieben. So wie viele aktuelle Zeichentrickserien und George der aus dem Dschungel kam 2. Jede Bewegung wird da mit zu übertrieben lauten Intsrumenten begeleitet
- Die Steuerung ist zu indirekt und schwammig, ähnlich wie in New Super Mario Bros.! Es fällt nicht leicht immer exakt auf einen Gegner zu springen, daher wird man sicher oft sein Herz daran verlieren
- Je weiter man kommt, desto wichtiger ist die Levelkenntnis und die findet man nur in dem man das Level immer und immer wieder spielt, bis man die Tücken und exakten Zeitpunkte kennt, wann man was zu tun hat. Das kann frustrieren und wird viele Leben kosten
- Es lassen sich Bilder, Musikstücke und Dioramas freischalten
- Wer nicht weiter weiß, kann nach einer bestimmten Todesanzahl die Hilfe einschalten, wie auch schon in Super Mario Galaxy 2
Man, was haben wir lange auf einen echten Nachfolger der Donkey Kong Country-Serie gewartet und endlich ist er da. Für mich ist es ein wenig schwer zu sagen, ob dieser Titel hier wirklich ein gelungener Nachfolger ist. Das Spiel ist keinesfalls schlecht, im Gegenteil, es gehört sicherlich zu den Besten seines Genres auf der Wii, doch misse ich dennoch die SNES-Klassiker. Trotz der einen oder anderen Abzweigung auf der Map, bietet insbesondere Donkey Kong Country 3 einfach mehr Freiheit und Möglichkeiten. Der Wii-Teil orientiert sich da doch mehr an den ersten Teil der Serie. Ein wenig stört mich auch die Grafik. Zwar sieht sie toll aus und kommt mit tollen Animationen und Kleinigkeiten daher, doch auf dem Super Nintendo sah alles ein was cooler aus. Das hat sicher mit dem 3D zu tun, denn viele 3D-Spiele bieten nicht die Atmosphäre der klassischen 2D-Titel. Ist einfach so. Es kränkelt auch was an Abwechslung der Level-Thematiken, im Gegensatz zu früher. Aber gut, es ist nicht leicht an die grandiosen SNES-Meisterwerke anzuknüpfen.
Aber auch wenn die alten Teile schon recht knackig waren, setzt DKCR noch einen drauf und weiß schon recht früh den Spieler in den Wahnsinn zu treiben. Auch ich habe mir beim dritten Teil der Serie die Zähne ausgebissen, doch schlussendlich habe ich die 103% geschafft. Aber wer im neuen Donkey garnicht zurecht kommt, kann ja immernoch auf die Hilfe zurückgreifen und das Spiel spielt von alleine. Wer´s braucht.
Schlusssatz: Donkey rockt, auch heute noch und dieser Teil beweist es, auch wenn die Klasse der Klassiker nicht erreicht wird. Diesen Titel sollte man nicht links liegen lassen.
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