| Genre | Action-Adventure |
| Spieler | 1 |
Die Wii ist eine Spieleplattform, auf der stetig neue Ideen umgesetzt werden, darunter auch Titel die man sich wohl sonst nie getraut hätte, zu entwickeln bzw. zu veröffentlichen. Auch hier haben wir es mit einem höchst ungewöhnlichen Spiel zu tun, denn im Gegensatz zu üblichen Games, übernimmt man hier nicht die Kontrolle eines Helden oder einer wichtigen Figur. Nein, vielmehr übernimmt man hier die Kontroller über zwei tierische Zuschauer eines Verbrechens. Nur beiläufig bekommt man Schinipselweise die eigentliche Geschichte mit. Klingt interessant? Dann lest weiter, unser Test verrät euch ob sich das Ganze lohnt.
Zum Ablauf:
Im Wechsel bewegt man mal Vogelspinne, mal Skorpion durch Wüstenlandschaften, Gräser und auch viele interessante Schauplätze wie Autos oder einen Sarg mitsamt Skellet. Natürlich steckt auch die Welt der Insekten voller Gefahren und so kämpft man gegen Spinnen, Käfer, Ratten, Echsen & Co. Die Kämpfe sind dabei alles andere als natürlich. So beherrscht die Spinne beispielsweise eine Drehattacke. Im Laufe des Spiels lernt man neue Fähigkeiten und erweitert seine Energie. Immerwieder kreuzen sich die Wege von Spinne und Skorpion, dann wechselt man zum jeweils anderen Insekt und spielt dessen Part weiter. Die beiden Krabbeltiere besitzen unterschiedliche Eigenschaften. So kann die Spinne an Wänden und Decken laufen, während der Skorpion besonders stark im Kampf ist. An einigen Stellen beobachtet man zwei Kriminelle, die irgendwas mit der Explosion einer Tankstelle zu tun haben.
+ Optisch bietet Deadly Creatures detaillierte Umgebungen und Charaktermodelle. Auch die Animationen wissen zu überzeugen, was besonders bei der Spinne auffällt
+ Es ist interessant die Welt mal aus der Perspektive eines Insekts zu sehen. Schuhe wirken riesig und das Innere eines Autos wird richtig spannend
+ Die Idee, Insekten zu spielen ist frisch und bietet neue Möglichkeiten
+ Große Areale laden zum Entdecken ein
+ Die Kämpfe gegen andere Tiere machen Spaß und manchmal muss man schon schmunzeln, was die Attacken der "Helden" angeht
+ In den Levels sind Madenlarven verteilt, die ähnliche wie Erfahrungspunkte fungieren. Auch das reizt zum Erforschen der Umgebung
- Farbtechnisch wird nicht viel geboten. Dadurch das sich alles in Wüstenumgebung abspielt
- Besonders bei der Vogelspinne hat man stellenweise mit Kameraproblemen zu kämpfen
* Es lässt sich eine Konzeptgalerie freischalten
Ja, ich geb es zu, ich bin kein Freund von Spinnen. Wenn ich eine der Achtbeiner sehe, wird sie platt gemacht. Doch solange sie hinter Glas oder im Fernsehen sind, finde ich die Krabbelviecher sehr interessant. Daher habe ich auch kein Problem mit diesem Spiel. Doch Arachnophobier werden schon beim Titelbildschirm das Weite suchen, wenn täuschend echt diverse Insekten aus dem Dunkeln zum Bildschirm gekrabbelt kommen. Im Spiel selber ist das Ganze aber nicht mehr so schlimm, soviel kann ich sagen. Es macht einfach Spaß, die Welt aus einer anderen Sicht zu erforschen. Die Grafik ist toll und es gibt viele Winkel und Ecken die man entdecken kann. Viele Kleinigkeiten wirken sich auf die Atmosphäre aus. Seien es, für Menschen kleine Objekte, die von oben herabstürzen oder ein lebensgefährlicher Kampf gegen eine Klapperschlange. Solche Momente sind es, die in Erinnerung bleiben. Wer einen ungewöhnlichen Titel mit ungewöhnlichen Helden sucht, darf bei Deadly Creatures beruhigt zugreifen, denn dieser Titel ist alles andere als ein Mainstream-Spiel.
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash Version 9.0.28!
Bitte den aktuellen FlashPlayer installieren.