Titel: Animal Crossing - Let´s go to the City

Release: 05.Dezember 2008

Genre: Simulation

Spieler: 1-4

 

 

 

Zum Spiel:

Heutzutage ist das Leben schon ganz schön stressig. Auch die Spiele heute verlangen teils einiges vom Spieler ab und da ist es doch schön wenn auch Games auf den Markt kommen, die eher entspannend als stressig sind. Die Animal Crossing-Reihe gehört zu dieser Sorte. Das erste Mal auf dem Nintendo 64 lebten damals schon viele Spieler ihr friedliches, virtuelles Leben und viele führten das auf dem GameCube und Nintendo DS fort.

Jetzt kann man auch auf der Wii seine eigene Stadt erschaffen, Freunde treffen und sein Leben leben. Doch ob das auch wirklich Spaß macht und ob es nennenswerte Änderungen zu den Vorgängern gibt, lest ihr in diesem Test.

 

 

Zum Gameplay:

Der Spieler reist mit einer selbst erschaffenen Figur in eine zufällig generierte Stadt und kauft dort sein erstes Haus auf Raten. Um diese Raten bezahlen zu können, muss man diverse Jobs in seiner Stadt erledigen und Funde verkaufen. Mit der Zeit lernt man Mitbewohner in der Stadt kennen, handelt mit ihnen, erfüllt Aufträge, angelt Fische, pflanzt Blumen oder malt ein Bild für sein Heim. Das Spiel bietet viele viele Dinge zu erledigen. Sei es das Haus weiter auszubauen, Möbelkollektionen und Klamotten vollständig zu kriegen oder die beste Bewertung für sein Haus abzusahnen. Das ganze Geschehen läuft dabei in Echtzeit ab und richtet sich dabei an der internen Uhr der Wii. Hat man Freunde, können diese den Spieler auch in der Stadt besuchen und neue Früchte sammeln oder einfach gemeinsam Zeit verbringen.

 

 

  • Das Spiel hat seinen ganz eigenen Stil, das mit man ihm lassen
  • Es gibt viele, kleine und liebevolle Details und Anspielungen

 

  • Optisch ist das Spiel absolut nicht auf der Höhe der Zeit, Stil hin oder her
  • Mehr als N64-Niveau ist nicht zu erwarten

 

 

  • Die Musik ist unheimlich beruhigend und chillig. Nicht zu aufdringlich aber prägnant.
  • Die Sprache der Einwohner mag sich wie Kauderwelsch anhören, doch in Wahrheit sprechen sie dir richtigen Worte, nur von einem Programm "abgelesen" und mit verzerrter Stimme. Witzig

 

  • Qualitativ gesehen kommt das Spiel auch akustisch nicht über N64-Niveau hinaus

 

 

  • Man darf entweder mit dem Stick der Nunchuck oder via Pointer seine Figur steuern

 

  • Die Taste zum rennen ist die Gleiche wie um Dinge aufzuheben. Das ist ansich nicht schlimm aber wenn sich jemand die Mühe gemacht hat den Boden mit z.B. selbstgemalten Fliesen zu belegen, hebt man diese auf wenn man rennt

 

 

  • Es darf entweder seine eigens erstellte Figur, oder später auch sein Mii gespielt werden
  • Bei jedem Spieler sieht die Stadt anders aus, da jede Stadt bei Erstellung eines Spielstandes zufällig generiert wird
  • Das komplette Spiel läuft vollständig in Echtzeit. Es ist Nacht, wenn es bei euch Nacht ist. Es ist Silvester, wenn ihr Silvester feiert. Natürlich stimmen auch die Jahreszeiten überein.
  • Es gibt unfassbar viele Einrichtungsgegenstände die es zu sammeln gilt. Jedes Möbelstück gehört dabei einer bestimmten Stil-Richtung an
  • Auch Outfits und Kopfbedeckungen gibt es viele. Es könne sogar eigene Outfits gemalt werden
  • Sogar Teppich, Tapete und die eigene Flagge können selbst gemalt werden
  • Jeden Tag finden sich Fossilien, welche man im Musem zusammenstellen uns ausstellen kann
  • Auch gefangene Fische lassen sich dort ausstellen
  • Jeden Freitag spielt K.K. mit seiner Gitarre in der Bar Lieder auf Wunsch des Spielers. Auch die gespielten Lieder lassen sich sammeln und im hauseigenen Player abspielen
  • Das eigene Haus, welches man abzahlen muss, lässt sich mehrfach erweitern um so mehr Platz für Einrichtungsgegenstände zu haben
  • Mit einer Fahrt in die Stadt kann man noch mehr Geheimnisse und ganz exklusive Gegenstände erwerben
  • Der ebenfalls erweiterbare Shop von Tom Nook bietet jeden Tag neue Sachen an
  • Bestimmte Gegenstände wie Schaufel oder Axt gibt es auch in Silber- und Gold-Versionen, welche deutlich leistungsfähiger sind
  • Die eigene Stadt lässt sich weitesgehend frei gestalten. Pflanze Bäume oder fälle sie. Setze ganze Blumenbeete und züchte ganz besondere Blumen-Arten, ernte fremde Früchte und verdiene damit mehr Geld
  • Nach Lust und Laune darf man auch Insekten fangen, welche auch im Museum ausgestellt werden können
  • Online kann man Freunde empfangen oder besuchen. Auf diese Weise kann man sich via WiiSpeak unterhalten, fremde Shops abklappern, die Häuser der Freunde besuchen und fremde Früchte oder Gegenstände mit nach Hause nehmen
  • Es gibt zum Download regelmäßig neue IItems von Nintendo, die zu bestimmten tagen angeboten werden
  • Spielintern gibt es besondere Feiertage oder Anlässlichkeiten wie Geburtstage von Nachbarn oder Feste. Dazu passend gibt es dann besondere Gegenstände zu entdecken
  • Der Kontakt zu den Nachbarn sollte gepflegt werden. Man kann sie beschenken, Briefe schreiben und mehr. Sind die Nachbarn unzufrieden, ziehen sie aus
  • Auch um die Stadt sollte man sich kümmern. Lässt man alles schludern, wächst überall Unkraut und die Pflanzen vergehen
  • Zum stündlichen Gong der Rathauses, kann eine eigene Stadtmelodie kreiert werden

 

  • Auf dem GameCube gab es noch komplette NES-Spiele zu Hause zu spielen. Sowas gibt es hier leider nicht
  • Es wäre schön gewesen wenn man mit seinem Spielstand auch mehr Häuser hätte kaufen können
  • Das erste Ziel ist es das Haus abzubezahlen und auszubauen. Doch ist das erstmal erledigt, kann man lediglich noch auf eigene Faust die Stadt verschönern etc.! Man muss sich also eigene Ziele setzen, sonst wird es langweilig

 

 

  • Man muss aufpassen. Wenn man durch Blumenbeete nicht geht, sondern rennt, macht man diese kaputt. Das kann zu großem Ärger führen wenn man die mühevoll angelegten Beete eines Freundes platt macht
  • Ganz übel: Wenn man sein Stadttor offen hat (Online-Verbindung), damit jeder der Freunde die Stadt besuchen kann und die Verbindung abreißt, resettet direkt das ganze Spiel und nicht gespeicherte Fortschritte sind weg

 

 

Wiikend-Fazit:

Für Sammler ist das Spiel eine große Sucht-Quelle. Es gibt dermaßen viele Möbel, Insekten & Co. da muss man mal erst einen Überblick haben (am besten mit dem Spieleberater). Solange man eine Aufgabe hat ist das Spiel höchst motivierend, da stört auch der grausame Grafikstil nicht. Es macht Spaß die Möglichkeiten zu entdecken und sie auszubauen. Es ist wirklich unglaublich was alles in diesem Spiel drin steckt. Jeder Charakter dort ist anders drauf und führt sein eigenes Leben. Jeden Freitag abend gibt es ein kleines Konzert von einem Gitarre spielenden Hund, die Nachbarn wechseln oft ihre Innenausstattung oder ziehen ganz aus der Stadt aus, wenn sie sich unwohl oder vernachlässigt fühlen. Klasse. Definitiv ein Spiel, für das jede Menge Zeit drauf gehen kann.

Ich persönlich merkte allerdings ein starkes Nachlassen der Motivationskurve als ich mein Haus fertig ausgebaut und abgezahlt hatte und Tom Nooks-Shop ebenfalls zum Marktriesen herangewachsen war, denn ich hatte kein wirkliches Ziel mehr. Es gab keine richtige Aufgabe mehr. Ich nahm mir zwar dann vor, alle Möbel etc. zu sammeln, doch das kostete soviel Zeit und der Kalender verriet mir schon das ich dafür mehr als ein Jahr jeden Tag spielen müsste um alles zu bekommen und dafür reichte meine Geduld nicht. So denn habe ich jeden Tag drei Tage gespielt, was ich dadurch erzielte das ich nach einem abgeschlossenem Tag, die Wii um einen Tag vorstellte und das Ganze wiederholte. Doch das nahm den Spielspaß gänzlich weg.

Ich sage: Das Spiel als solches ist eine Wucht, wenn man mit der Optik klar kommt und viel Zeit mit bringt, denn Möglichkeiten bietet es mehr als genug.

Releases

 

07.06.2012

Rayman Origins

 

15.06.2012

Heroes of Ruin

 

29.06.2012

Spirit Camera

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