Zum Spiel:
Heutzutage ist das Leben schon ganz schön stressig. Auch die Spiele heute verlangen teils einiges vom Spieler ab und da ist es doch schön wenn auch Games auf den Markt kommen, die eher entspannend als stressig sind. Die Animal Crossing-Reihe gehört zu dieser Sorte. Das erste Mal auf dem Nintendo 64 lebten damals schon viele Spieler ihr friedliches, virtuelles Leben und viele führten das auf dem GameCube und Nintendo DS fort.
Jetzt kann man auch auf der Wii seine eigene Stadt erschaffen, Freunde treffen und sein Leben leben. Doch ob das auch wirklich Spaß macht und ob es nennenswerte Änderungen zu den Vorgängern gibt, lest ihr in diesem Test.
Zum Gameplay:
Der Spieler reist mit einer selbst erschaffenen Figur in eine zufällig generierte Stadt und kauft dort sein erstes Haus auf Raten. Um diese Raten bezahlen zu können, muss man diverse Jobs in seiner Stadt erledigen und Funde verkaufen. Mit der Zeit lernt man Mitbewohner in der Stadt kennen, handelt mit ihnen, erfüllt Aufträge, angelt Fische, pflanzt Blumen oder malt ein Bild für sein Heim. Das Spiel bietet viele viele Dinge zu erledigen. Sei es das Haus weiter auszubauen, Möbelkollektionen und Klamotten vollständig zu kriegen oder die beste Bewertung für sein Haus abzusahnen. Das ganze Geschehen läuft dabei in Echtzeit ab und richtet sich dabei an der internen Uhr der Wii. Hat man Freunde, können diese den Spieler auch in der Stadt besuchen und neue Früchte sammeln oder einfach gemeinsam Zeit verbringen.
Für Sammler ist das Spiel eine große Sucht-Quelle. Es gibt dermaßen viele Möbel, Insekten & Co. da muss man mal erst einen Überblick haben (am besten mit dem Spieleberater). Solange man eine Aufgabe hat ist das Spiel höchst motivierend, da stört auch der grausame Grafikstil nicht. Es macht Spaß die Möglichkeiten zu entdecken und sie auszubauen. Es ist wirklich unglaublich was alles in diesem Spiel drin steckt. Jeder Charakter dort ist anders drauf und führt sein eigenes Leben. Jeden Freitag abend gibt es ein kleines Konzert von einem Gitarre spielenden Hund, die Nachbarn wechseln oft ihre Innenausstattung oder ziehen ganz aus der Stadt aus, wenn sie sich unwohl oder vernachlässigt fühlen. Klasse. Definitiv ein Spiel, für das jede Menge Zeit drauf gehen kann.
Ich persönlich merkte allerdings ein starkes Nachlassen der Motivationskurve als ich mein Haus fertig ausgebaut und abgezahlt hatte und Tom Nooks-Shop ebenfalls zum Marktriesen herangewachsen war, denn ich hatte kein wirkliches Ziel mehr. Es gab keine richtige Aufgabe mehr. Ich nahm mir zwar dann vor, alle Möbel etc. zu sammeln, doch das kostete soviel Zeit und der Kalender verriet mir schon das ich dafür mehr als ein Jahr jeden Tag spielen müsste um alles zu bekommen und dafür reichte meine Geduld nicht. So denn habe ich jeden Tag drei Tage gespielt, was ich dadurch erzielte das ich nach einem abgeschlossenem Tag, die Wii um einen Tag vorstellte und das Ganze wiederholte. Doch das nahm den Spielspaß gänzlich weg.
Ich sage: Das Spiel als solches ist eine Wucht, wenn man mit der Optik klar kommt und viel Zeit mit bringt, denn Möglichkeiten bietet es mehr als genug.
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