Titel: Resident Evil - The Mercenaries 3D

Release: 01. Juli 2011

Genre: Action

Spieler: 1-2

 

 

 

Zum Spiel:

Schon seit 15 Jahren lässt die Resident Evil - Reihe den Spielern das Blut in den Adern gefrieren. Anfangs noch mit einer recht geringen Spielgeschwindigkeit und vielen Rätseln. Resident Evil 4 gelang dann aber der Umbruch und brachte mehr Action in die Serie. Also Bonusspiel gab es dort einen Highscore-Modus in dem man Zombies auf Zeit abschießen musste (nicht in Deutschland). Auch Resident Evil 5 bot diesen Modus. In Resident Evil - The Mercenaries 3D bekommt man eine Zusammenstellung der beiden Bonus-Spiele mit sinnvollen Erweiterungen geboten.

 

 

Zum Gameplay:

Nach Wahl eines Charakters und eines Levels bzw. Mission, beginnt man in einem Areal unter Zeitdruck möglichst viele Gegner um die Ecke zu bringen. Dabei kommen sie aus allen Ecken und wollen dem Spieler ans Leder. Um die Zeit zu verlängern, lassen sich an verschiedenen Stellen Zeitsteine zerstören oder auch erfolgreiche Nahkampfangriffe geben einen Zeitbonus. Nach Abschluss des Level erhält man eine Gesamtpunktzahl und Bewertung. Im Laufe des Spiels schaltet man austauschbare Fähigkeiten und neue Charaktere frei.

 

 

  • Optisch das bisher detailsreichste Spiel für den 3DS. Viele kleine Objekte, viele große Objekte und angemessene Texturen. Hier kommt die Grafikpower gut zur Geltung
  • Online als auch Offline gibt es keine Ruckler und das Geschehen läuft flüssig
  • Die Nahkampfangriffe sehen cool aus und sind facettenreich

 

 

  • Während die Gegner-Animationen aus der Näher flüssig laufen, fallen Diese bei einigen Metern Entfernung durch unschöne Ruckler auf

 

 

  • Musikalisch gibt es nichts zu meckern. Im Resident Evil-Stil kommen die Tracks filmartig rüber, ohne dabei zu aufdringlich zu werden
  • Auch wenn es nichts zu gruseln gibt, einige Sounds wie Die einer Kettensäge, prägen sich ein und lassen den Spieler direkt hellhörig werden

 

  • Einige Sounds, besonders die Kommentare der Akteure wirken etwas blechern und passen so garnicht zur guten Musikqualität

 

  • Die Kontrolle von Resident Evil 4 hat sich bewährt und wir hier konsequent weitergeführt. Einziger Unterschied ist, das man immer rennt und extra eine Taste halten muss, um zu gehen....aber wer will in so einer Hetzjagd schon GEHEN?
  • Der Waffenwechsel geschieht durch einfaches Antippen der Waffe auf dem Touchscreen. Da kann man nicht viel falsch machen

 

  • Wer die Steuerung von den Vorgänger nicht kennt, wird sich umgewöhnen müssen, da man nicht seitlich gehen kann und das Zielen relativ langsam abläuft
  • Die Menüführung ist etwas aufwändig bzw. sind zuviele Klicks nötig um z.B. die Mission zu wechseln. Das geht auch einfacher

 

  • Acht bekannte Charaktere aus dem Resident Evil-Universum lassen sich spielen und jeder davon mit einem zweiten Outfit. Chris, Jill, Rebecca, Claire, Wesker, Hunk, Barry und Krauser warten darauf zu metzeln
  • Jede Mission kann mit jedem Charakter und jedem Outfit gespielt werden bzw. wird man dafür bewertet. Wer also wirklich alles auf einem SP-Rang haben möchte, muss jede Mission mindestens 16 mal spielen
  • Die Gegnervielfalt geht voll in Ordnung. Alles von den afrikanischen Zombies über Mönche, Bauern bis hin zu starken Gegner mit Kettensäge oder Riesen-Hammer ist dabei
  • Motivierend sind die einsetzbaren Fähigkeiten. Schaltet man diese nach und nach frei, kann man z.B. schneller nachladen. Auch diese Fähigkeiten lassen sich verbessern
  • Der Online-Modus macht wirklich Spaß und auch hier gibt es wieder eine Extra-Wertung, was mindestens 16 weitere Spiele pro Mission erfordert. Macht als mindestens 32 Spiele pro Mission, bei insgesamt 29 Missionen
  • Ein kleines Extra kann man schon eine kurze Demo von Resident Evil Revelations anspielen, welche einen guten Eindruck von der Atmosphäre vermittelt


  • Leider gibt es keinen Storymodus. Im Gegensatz zu bekannten Resident Evil-Spielen hat man hier wirklich nur eine Bonusspiel-Zusammenstellung
  • Pro Charakter gibt es nur ein festes Waffenset. Zwar kan man auch die Waffensets anderer Charaktere wählen (wenn man mit 3DS-Münzen zahlt), doch man kann die Waffen nicht einzeln anwählen
  • Es gibt zwar 29 Missionen, jedoch keine 29 Levels. Die Areale wiederholen sich oft
  • Ein Vioce-Chat im Online-Modus wäre mehr als hilfreich gewesen. So jedoch geschieht es oft das man z.B. Dinge gleichzeitig tut und somit Munition verschwendet

 

 

  • Unverständlicherweise ist es absolut NICHT möglich den Spielstand zu löschen. Für Neukäufer die ihr Spiel behalten wollen vielleicht egal, doch Gebrauchtkäufer schauen in die Röhre und sind gezwungen den Spielstand des Vorbesitzers zu übernehmen

 

 

Wiikend-Fazit

Ich warte gebannt auf Resident Evil Revelations, doch bis dahin muss The Mercenaries 3D wohl reichen. Und das ist auch nicht so schlimm, denn dafür das wir hier nur ein Bonusspiel vor uns liegen haben, bekommen wir zumindest einen angemessenen Umfang. Klar, hier fehlt jede Spur von Story und es gibt keinen Grund das Spiel zu spielen, außer den Spaß selbst und um seine Fähigkeiten zu verbessern, doch man wird schon einige Stunden an dem Spiel sitzen. Der meiste Spaß bringt aber der Online-Modus, wobei ich da ganz klar eine Kommunikation via Skype o.Ä. empfehle. Ansonsten trifft man sich einfach mit einem Freund und spielt vor Ort zusammen.

Kann ich eine klare Empfehlung aussprechen? Eingeschränkt, denn auf der einen Seite haben wir hier wirklich ein actionreiches und grafisch opulentes Spiel. Auf der anderen Seite aber bekommt man für das Geld dann doch wenig Geboten, da fast alles auf ständiger Widerholung basiert. Und genau jetzt kommt der Knackpunkt, denn wo ich sonst sagen würde das man einfach gebraucht auf das Spiel zugreifen kann, kann ich genau das hier nicht empfehlen, weil man gezwungenermaßen den Spielstand des Vorbesitzers weiterführen muss und das nimmt ja schon was an Spielspaß. Das mus sjeder schlussendlich selbst entscheiden.

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