Was ist der Nintendo 3DS?

Der Nintendo 3DS ist der direkte Nachfolger des Nintendo DS. Also kein neues DS-Modell wie in der Vergangenheit, sondern eine komplett neue Generation. Während der DS noch eher auf den Casual-Markt, also Gelegenheitsspieler, ausgerichtet war, orientiert sich der 3DS wieder mehr an den richtigen Spielern. Die einzigen Parallelen zum DS sind die üblichen Aktionstasten, das Steuerkreuz, das Mikrofon, der SD-Karten-Slot (vom DSi und DSi XL) und natürlich die zwei Bildschirme.

 

 

 

Der 3DS - Die Hardware

Das Circle-Pad (Schiebepad)

Auch auf dem DS gab es schon Spiele, die in drei Dimensionen abliefen, jedoch ist die Leistung vom 3DS deutlich höher und somit auch der Bestand von dreidimensionalen Spielen und solche Spiele lassen sich mit einem Stick einfach besser spielen. Da für eine ausgewachsenen Stick wie bei den Heimkonsolenzu wenig Platz ist, entschied man sich für diese Technik. Dieses Pad lässt sich in alle Richtungen schieben. Das garantiert eine präzise Kontrolle. Darunter befindet sich das klassische Steuerkreuz, wie man es schon von allen Konsolen kennt. Besonders geeignet für zweidimensionale Spiele.

 

Die Aktionstasten

Wie auch schon beim normalen Nintendo DS, findet man rechts wieder die Aktionstasten A,Y,B,X. Damit werden spieleabhängig Aktionen ausgeführt wie "Springen" oder "Schießen". Desweiteren befinden sich auf der Oberseite des Konsole wieder die L und R-Tasten, welche genauso eingesetzt werden können.

Unter den Aktionstasten hat man den Power-Button platziert, mit dem man die Konsole ein- und ausschalten kann.

 

Der HOME-Button

Genau zwischen den bekannten "Start" und "Select"-Tasten, welche individuell eingesetzt werden können (wobei "Start" in der Regel zum Pausieren des Spiels genutzt wird) findet sich eine von der Wii bekannte Taste wieder: Der HOME-Button. Diese Taste ermöglicht es, jederzeit ins das 3DS-interne Hauptmenü zu gelangen. Im Gegensatz zur Wii muss das Spiel dafür nicht beendet werden, sondern kann jederzeit wieder aufgenommen werden, solange man keine anderes Spiel startet. So kann man z.B. über das Menü im Internet nachschauen, wenn man im laufenden Spiel nicht weiter kommt und gleich danach weiterspielen.

Unterhalb des HOME-Buttons hat man die Möglichkeit Kopfhörer anzuschließen. Gut versteckt: Gleich unter der Start-Taste befindet sich das Mikrofon.

 

Der 3D-Schieberegler

Das wohl fortschrittlichste Merkmal des 3DS ist die Fähigkeit, 3D-Effekte zu erzielen, ohne das man extra eine 3D-Brille dafür tragen muss, doch nicht jeder kann diese Bilder auf Dauer vertragen und somit hat jeder die Möglichkeit die 3D-Intensität zu regeln, oder gar ganz auszuschalten. Eine Möglichkeit, dessen viele sich wohl nicht bewusst sind und daher beim 3DS nicht zugreifen.

Manche Spiele laufen in 2D deutlich flüssiger, verlieren dafür aber am 3D-Effekt.

 

 

Der Touchscreen und 3D-Screen

Wie schon vom Nintendo DS bekannt, besitzt natürlich auch der Nintendo 3DS unten einen Touchscreen. Mit Hilfe des beiliegenden Stiftes oder einfach via Finger lassen sich alle möglichen Dinge damit tun. Menü-Bedienung, Figuren steuern, Dinge verschieben, Autos designen oder was auch immer der Spiele-Entwicklern einfällt. Soweit also nichts Neues. Wirklich neu ist der obere Screen. Im Gegensatz zum Vorgänger ist dieser jetzt etwas breiter, im 16:9-Format und ist in der Lage dreidimensionale Bilder zu zeigen, ohne das man dafür eine Brille benötigt, wie man es vom Kino kennt. Vorraussetzung dafür ist aber das im richtigen Winkel auf das Bild schaut. Das heißt, das ein Zuschauer das Bild doppelt wahrnehmen wird. Das Spielen in 3D verlangt also ein relativ ruhiges Verhalten, was aber kein großes Problem darstellt.

 

 

Drei Kameras

DREI Kameras? Richtig. Auf der Innenseite des Gerätes, über dem oberen Screen befindet sich eine Kamera für Potrait-Aufnahmen wie bei einer Webcam z.B.! Auf der Außenseite befinden sich zwei Kameras in einem bestimmten Abstand voneinander. Damit lassen sich 3D-Fotos schießen oder auch 3D-Videos drehen, welche sich auf der SD-Card abspeichern lassen. Die Fotos lassen sich in 2D auf dem PC anschauen oder in 3D auf dem 3DS.

 

 

Weitere Eigenschaften

Um Spiele Online zu spielen, Stream-Videos zu schauen, oder im Shop zu stöbern, kann man via WLAN auf das Internet zugreifen. Möchte man dies aber nicht nutzen (z.B. um Akku zu sparen), kann man mittels eines Schiebers die WLAN-Funktion einfach ein- und ausschalten.

Ganz in der Nähe entdeckt man eine kleine LED. Je nach Farbe (rot, orange, grün, blau) zeigt sie verschiedene Informationen an. So erkennt man, wenn der Akku kurz vor dem Ende ist, ein Freund online kommt, man eine StreetPass-Mitteilung hat oder es via SpotPass neue Inhalte gibt. (Nähere Erklärungen dazu weiter unten)

Auf der anderen Seite der Konsole wurde ein SD-Karten-Schacht integriert, welcher schon bei Kauf eine 2GB-Karte beinhaltet, sich aber problemlos austauschen lässt.

 

Der 3DS - Die Software

Die Spiele

Die Spiele für den Nintendo 3DS unterschieden sich technisch erheblich von den bisherigen Nintendo DS-Spielen. Das wissen viele nicht. Viele glauben das sie 3DS-Spiele auf ihrem alten DS spielen können, doch dies ist schon rein technisch nicht möglich. Die Grafik und der Umfang der 3DS-Spiele ist viel besser als beim DS. Das hat nichts mit dem 3D-Effekt zu tun. Auch in 2D sieht man den Unterschied. Hier sind zwei Beispielbilder zweier Spiele, dessen Ableger es schon auf beiden Konsolen gibt.

Links seht ihr die DS-Version und rechts die 3DS-Version der Spielereihe Ridge Racer.

Der Nintendo eShop

Im Nintendo eShop geht die Einkaufstour los. Ist man via WLAN mit dem Internet verbunden, kann man sich in diesem Shop kostenpflichtige und kostenlose Spiele und Programme herunterladen. Desweiteren darf man sich Videos von kommenden oder bereits veröffentlichten 3DS-Hits anschauen, bisher gespielte Spiele bewerten oder sich im regelmäßig erscheinenden News-Videos über aktuelle Nintendo-Themen informieren. Die herunterladbaren Spiele sind nicht im Handel erhältlich, sondern nur in diesem Shop. Neben speziell für den 3DS entwickelte Spiele, werden auch Spiele aus dem DSi-Ware-Shop angeboten und sogenannte Virtual Console-Games. Dies umfasst die guten, alten Klassiker des GameBoys. Als Besonderheit werden einige klassiche Spiele vom NES neu im 3D-Effekt aufgelegt.

Um kostenpflichtige Software herunterladen zu können, muss man entweder bei diversen Händlern Nintendo-Points erwerben oder per Kreditkarte entsprechendes Guthaben im eShop kaufen.

 

Die Miis

Diese Figuren sind schon von der Nintendo Wii bekannt. Sie können selbst gestaltet werden und repräsentieren beliebige Charaktere, in der Regel aber den Spieler selbst. Seit der Wii wurde dieser Modus erweitert. Zum Einen gibt es mehr Teile die man einsetzen kann und zum Anderen kann man ein Foto von sich schießen und den 3DS arbeiten lassen, um ein möglichst ähnliches Mii zu gestalten, dabei bietet das Programm einige Alternativen an oder man kann das Ergebnis noch selbst modifizieren. Wer schon auf der Wii sein passendes, virtuelles Ich geschaffen hat, kann dieses auf den 3DS übertragen.

Die Miis werden unter Anderem in der Freundesliste genutzt oder auch in vielen Spielen als Spielfigur eingesetzt.

 

Die Freundesliste

Wenn man andere Spieler kennt, die auch einen 3DS besitzen und damit ebenfalls Online gehen, kann man mit ihnen einen 12stelligen, konsolenspezifischen Code austauschen. Gibt man diesen Code in der Freundesliste ein, erscheint eine Art Visitenkarte des Freundes. Auf dieser Karte befinden sich Informationen wie das Mii, die aktuelle Lieblingssoftware, der Freundescode oder sogar, was der oder die Jeniger gerade spielt.

 

 

Argumented Reality Cards

Ein ganz besonderes Feature des 3DS sind die Argumented Reality Cards (AR-Cards). Der Konsole liegen ein paar Karten bei, die die größe von handelsüblichen Spielekarten haben. Diese können genutzt werden um die reale Umgebung mit virtuellen Spielen zu mischen. Nehmen wir das linke Bild als Beispiel:

Man legt die benötigte Karte einfach z.B. ein den Wohnzimmertisch. Startet man die vorinstallierte Anwendung oder ein Spiel, welches diese Karten unterstützt, sucht der 3DS über die Außenkameras nach dieser Karte. Ist diese im Visier, erschafft das Spiel eine Umgebung, eine Figur oder was auch immer auf dem oberen Bildschirm in Abhängigkeit der Karte. Das heißt man kann sich mit der Konsole über und um die AR-Card herum bewegen und es sieht immer so aus, als existiere die Figur oder das Spiel tatsächlich auf dem Tisch. In dem Spiel auf dem Bild links muss man auf die Zielscheiben schießen, in dem man die Konsole entsprechend um das Spielfeld bewegt und schießt. In der Mitte sieht man hier ein Loch unter dem sich ein Raum befindet. Hier muss man den 3DS so bewegen, als wäre tatsächlich ein Loch im Tisch.

 

Releases

 

07.06.2012

Rayman Origins

 

15.06.2012

Heroes of Ruin

 

29.06.2012

Spirit Camera

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